A. R. Penck zählt zu den renommiertesten Künstlern der Gegenwart. Seine Bilder werden an allen Brennpunkten moderner Kunst ausgestellt.
Er ist Schlagzeuger in einer Jazzband, schreibt und macht Filme. Aber man kennt ihn eigentlich durch seine „Elementarzeichen-Figuren“, die immer auch an Höhlenzeichnungen erinnern.
Penck wurde am 5.10.1939 in Dresden als Ralf Winkler geboren. Seine künstlerische Tätigkeit in der DDR, die er erst 1980 endgültig verließ, veranlasste ihn immer wieder dazu sich Pseudonyme zuzulegen: 1973 Mike Hammer; 1974-76 TM; 1976 Y.
Nach Mal- und Zeichenunterricht 1953-56 in Dresden bewarb er sich erfolglos an den Kunsthochschulen. Mit Abendkursen an der Dresdener Hochschule und Gelegenheitsarbeiten schlug er sich dann durch. Seine ersten realistischen Bilder sind noch stark von dem Stil Rembrandt und des frühen Picassos geprägt, denn erst 1961 wandte er sich von der realistischen Malweise ab. Es entstanden die sogenannten Systembilder. Chiffren reduzierter Menschendarstellungen, die die grundlegenden zwischenmenschlichen Beziehungen darstellen sollen.
Es schloss sich eine Zeit der Auseinandersetzung mit Kybernetik und Informationstheorie an. Als Weiterführung entstand das Konzept „Standart“ von 1968 bis 1974. Erste Filzplastiken entstanden im Anschluss, denen expressive Holzskulpturen folgten.
Seine Freundschaft mit Jörg Immendorff schlägt sich in einer intensiven Zusammenarbeit ab 1976 nieder. Im Jahr darauf begann Penck mit seinen ersten Radierungen. Siebdruckmappen und selbstgestaltete Bücher entstanden. Die Übersiedlung 1980 nach Köln initiierte die Serie „Standart-West“. 1983 zog A.R. Penck nach London. 1985 erhielt er den Kunstpreis Aachen. 1988 wurde er als Professor für Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2003 lebt und arbeitet der Künstler in Dublin, Irland.
Der Kunsthistoriker Jürgen Schweinebraden sagt über A. R. Penck: „Die Welt seiner Bilder ist bevölkert durch magische Elemente, tierische Symbole, mythische Fabelwesen mit beschwörenden Gesten. Rationalismus und Irrationalismus zeigen in faszinierender Variation, oft genug allegorisch verschlüsselt, Macht und Ohnmacht des Menschen in der von ihm selbst geschaffenen Welt.“
Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.
Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.
Weiterführende Links:
Holzschnitt
Kupferstich
Radierung
Lithografie
Serigrafie
| A. R. Penck: Bild "DKTX Erinnerung" (2000) | |
| Paul Wunderlich: Collier "Tränendes Herz", 925er-Sterlingsilber | |
| Daniel Authouart: Bild "Midtown Comics" (2008) |
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