Andy Warhol:
Bild "Mao FS II.95" (1972)
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Bild "Mao FS II.95" (1972)
Andy Warhol:
Bild "Mao FS II.95" (1972)

Kurzinfo

Limitiert, 250 Exemplare | signiert | nummeriert | Farbserigrafie auf Papier | gerahmt | Format 103,5 x 103,5 cm

Sammlertipp
Bestell-Nr. IN-927453.R1
Bild "Mao FS II.95" (1972)
Andy Warhol: Bild "Mao FS II.95" (1972)

Detailbeschreibung

Bild "Mao FS II.95" (1972)

Im Jahr 1972, als der amerikanische Präsident Richard Nixon zu seinem China-Besuch aufbrach und damit nach 25 Jahren des Schweigens einen wichtigen Grundstein für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und den USA legte, schuf Andy Warhol ein Portfolio von Porträts des chinesischen Staatspräsidenten Mao Zedong.
Die zu einem wahren Personenkult ausgewachsene Verehrung Maos in China, wo dessen Abbild in Wohn- und Arbeitsräumen sowie auf Kunst- und Gebrauchsgegenständen reproduziert war, fand aufgrund der bilateralen politischen Annäherung auch ihren Weg in die Berichterstattung der USA.

Fasziniert von der medialen Allgegenwart des kultisch verehrten Mao, rezipierte Warhol dessen Gesicht in einer ikonisch gewordenen Serie von Farblithografien. Formal der Werkgruppe von Porträts berühmter beziehungsweise wohlhabender Persönlichkeiten der westlichen Gesellschaft zugehörig, bilden die Mao-Porträts jedoch eine eigene Kategorie innerhalb von Warhols Schaffen. Viel zu intelligent ist die künstlerische Volte, mit der der quasi absolutistische Herrscher in eine Pop-Ikone verwandelt - sein Abbild ästhetisch uniformiert und in das Warhol'sche OEuvre eingegliedert - wird. Somit übergibt der Künstler letztlich den "Großen Steuermann" eines kommunistisch regierten Landes dem Konsum des Westens.

Original-Farbsiebdruck, 1972. Auflage: 250 Exemplare auf Beckett High White Papier, nummeriert und handsigniert. Motivgröße/Blattformat 91,4 x 91,4 cm. Format im Rahmen 103,5 x 103,5 cm wie Abbildung.

Porträt des Künstlers Andy Warhol

Über Andy Warhol

1928-1987

Andy Warhol war Amerikas berühmtester Künstler. Er galt als Revolutionär, Exzentriker und Erfinder der Pop-Art und war alles zugleich. Die Kunstkritik feiert ihn mit Prädikaten, wie sie noch keinem Künstler verliehen wurden - nicht einmal Pablo Picasso oder Salvador Dali. Dazu Alfred Nemeczek: "Sie (die Prädikate) reichten vom "Pop-Star" zum "Pop-Artisten", erhoben das "Pop-Genie" vom "Pop-Fürsten" zum "Prinzen des Pop" und weiter empor zum "Pop-König", "Pop-Zaren" und "Großmogul". Aber auch "Hohepriester" und "Papst des Pop" ist der "Picasso of Pop-art" getauft worden". (Künstler - Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst)

Warhol wurde 1928 in Pittsburgh geboren und verstarb 1987 in New York. Der Sohn tschechischer Einwanderer ging nach der High School als Werkstudent an das Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh. 1949 ließ er sich in New York nieder, um drei Jahre später mit seinen Arbeiten in der Hugo Gallery zu debütieren. Bis dahin arbeitete er noch als Werbegrafiker für Modezeitschriften und entwarf Weihnachtskarten, LP-Covers und Wetterkarten für das Fernsehen. Bald darauf hatte der Künstler jedoch die Idee Gegenstände des alltäglichen Lebens in das Zentrum seiner Bildmotive zu rücken. Die Grafik bot ihm dafür das Medium und es entstanden begehrte Kultobjekte.

Die bekanntesten Siebdrucke sind die Bilder der rot-weißen Suppendosen von Campbell sowie der Zwei-Dollar-Note. Mit diesen Werken gehört Warhol zu den Künstlern, die seit den 50er Jahren in den USA und England radikal mit der Kunsttradition brachen und eine neue Kunstrichtung, die Pop-Art schufen.

Roy Lichtenstein und Tom Wesselman gehören neben Warhol zu den amerikanischen Vertretern, die ihre Bildthemen in der Welt der Werbung, des Comics und in den Superstars Hollywoods suchten. Elvis Presley, Jackie Kennedy und Marilyn Monroe wurden zu Ikonen in Warhols Bilderrepertoire.

Die Erhebung der alltäglichen Motive zu einem Kunstgegenstand gibt diesem die Gelegenheit einen Grad an Aufmerksamkeit zu erhalten, den es als immer wieder verwendeter Sache nie hat. Warhol forderte durch seine Art der fotografischen Wiedergabe des Objektes, dass es durch sich selbst wirken muss. Auch die Werke, in denen er Wiederholungen des gleichen Motivs umsetzte, erheben diesen Anspruch und wirken aber zusätzlich durch seine farblichen Umgestaltungen.

Der Künstler sieht die Welt wie sie ist und stellt sie dar: "Ich bin außerordentlich passiv. Ich nehme die Dinge, wie sie sind. Ich schaue bloß zu, ich beobachte die Welt."

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