ARTES BERLIN ∙ Auguststraße 19 ∙ 10117 Berlin

ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag bis Freitag: 11 bis 18 Uhr
Samstag: 12 bis 18 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Telefon: 030 / 28 88 38 69 ∙ Email: info@artesberlin.de



DAYDREAMING

ATHENSTAEDT · KROHN · VON GROTE

05.02. – 26.03.22


ARTES Berlin präsentiert erstmals in der Ausstellung DAYDREAMING Arbeiten von Marie Athenstaedt, Gisela Krohn und Christina von Grote. Sie spiegeln auf unterschiedlichste Weise Umgebung und Landschaft in imaginierten, erfahrenen oder erinnerten Motiven und Kompositionen.

Die Künstlerinnen setzen sich intensiv und konsequent mit dem Medium der Malerei und dessen ureigener Materialität auseinander, äußere und innere Stimmungen dabei sowohl verarbeitend als auch erweckend. Es entstehen Arbeiten, die Gefühlswelten innerhalb von Landschaften in verschiedenen Abstraktionsgraden zu verbildlichen scheinen.

KATALOG ZUR AUSSTELLUNG

Gisela Krohn studierte von 1995 bis 2001 Malerei an der Kunsthochschule in Berlin. Das Spannungsverhältnis von Natur und Mensch steht im Mittelpunkt des Schaffens der Künstlerin. In ihren eindrucksvollen Landschaftsgemälden gelingt es ihr, gleichzeitig die Schönheit der Natur als auch deren Bedrohung durch den Menschen erfahrbar zu machen. Ihre Naturimpressionen sind weit entfernt von einem reinen Realismus. Vielmehr lässt Krohn in ihrer Darstellungsweise Wirklichkeit und Phantasie verschwimmen, geht manchmal an die Grenzen von Abstraktion und Surrealismus und zeigt ihre Sicht auf die Natur mal gleißend hell und fast idyllisch, mal düster und apokalyptisch.

2018 initiierte sie das Ausstellungsprojekt „Wald Wolf Wildnis“, bei dem sie nicht nur künstlerisch, sondern auch interdisziplinär mit anderen Wissenschaften die Bedeutung der Natur für den Menschen thematisiert. „Ich versuche Zeit, Erlebnis und Räumlichkeit des Waldes darzustellen.“ Krohn lebt und arbeitet in Tutzing.

 

Marie Athenstaedt studierte von 2008 bis 2016 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Der jungen Künstlerin dienen Naturphänomene als Inspirationsquelle: Auf zahlreichen Reisen sammelt sie Eindrücke, die sie in ihren oftmals mono- beziehungsweise duochromen Gemälden oder Zeichnungen verarbeitet. Die Natur in all ihren Facetten und Farben findet Eingang in ihre meist großformatigen, abstrakten Arbeiten.

Die Bildwelten scheinen von einer mystischen Aura umgeben zu sein – vermeintlich gespenstische, surreal anmutende Wolken und Dünste zeichnen sich auf den Bildgründen wie nebulöse Strukturen ab. Das Atelier wird zu einer alchemistischen Küche, in der es brodelt und dampft. Die gezeigten Arbeiten stammen aus den Werkserien "Substanz" und "I'm wired to the world, that's how I know everything". Athenstaedt lebt und arbeitet in Leipzig. 

 

Die in Göttingen geborene Künstlerin Christina von Grote studierte an der Akademie der Bildenden Künste München.

In ihren Arbeiten werden Brüche und Kontraste in Farbflächen kombiniert, zurückhaltend und sensibel durch Akzente verbunden. Die Werke sind inspiriert von der Bewegung der konkreten Kunst. Das Œuvre von Christina von Grote hat eine große Spannweite und Vielschichtigkeit. Es ist der Ausdruck nie endender Reisen auf der Suche nach imaginären Landschaften.

Die Künstlerin entwickelt Farbräume durch Aneinanderreihung, Überlappung und Schichtung von Farbfeldern, kontrastreich gegliedert durch Linien und Streifen. Der Bildaufbau unterliegt einem Ordnungssystem, die Suche nach Perfektion verläuft auf einem diskursiven Weg zwischen Harmonie, Zerstörung und Neuaufbau. Kontraste aus Licht und Schatten, Innehalten und Bewegung erschaffen eine perspektivische Weite. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hamburg. 


Anne Böddeker – Kabinettausstellung SCHATZKÄSTEN

05.03. – 02.04.2022

ARTES Berlin präsentiert in der Kabinettsausstellung SCHATZKÄSTEN mehr als 15 Arbeiten der Künstlerin Anne Böddeker. In ihrem Œuvre richtet die 1966 geborene Malerin den Blick auf die Weite des Meeres, die Menschen am Strand, das Spiel mit dem Licht und die Sehnsucht nach der Vollkommenheit der Natur. Das sind die Themen, denen sich die Künstlerin in ihren Ölgemälden widmet. 

Dabei setzt sich Anne Böddeker mit dem Sujet der See in all ihren Facetten, vom Pazifik bis zur Nordsee auseinander. Die Bilder zeigen aufgewühltes Wasser, brechende Wellen sowie stille Momente der Kontemplation in nebligen Meerlandschaften, immer ein Spiegel menschlichen Daseins, der Stille und der Emotionen.

Stets ist man geneigt, an die Werke der Romantik eines Carl Gustav Carus oder Kaspar David Friedrich zu denken, jedoch überträgt Böddeker diesen romantisierenden Blick in die Landschaft in den Kontext von Naturschutz und Gegenwart.

Seit 20 Jahren stellt die Künstlerin regelmäßig in Einzelausstellungen in Deutschland und Finnland aus, zahlreiche ihrer Arbeiten befinden sich in Privatsammlungen. Sie lebt und arbeitet in Hamburg und Schashagen an der Ostsee.

"In meinen Bildern beschäftigt mich immer wieder das Meer in seiner Intensität und Widersprüchlichkeit, der Moment zwischen Schönheit und Bedrohung, die Vergänglichkeit des Augenblickes und wie wir Menschen uns darin wiederfinden."



Virtueller Rundgang durch die Ausstellung

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