Bernhard Heisig:
Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)
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Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)
Bernhard Heisig:
Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)

Kurzinfo

Unikat | signiert | datiert | Öl auf Leinwand | gerahmt | Format 95 x 75 cm

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Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)
Bernhard Heisig: Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)

Detailbeschreibung

Bild "Stauffenberg" (2010) (Unikat)

Das vorliegende Unikat hat Heisig ein Jahr vor seinem Tod angefertigt; es steht somit exemplarisch für die malerische Entwicklung beziehungsweise Rückentwicklung in seinem Spätwerk.
Der Künstler hat den Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg in jener Zeit mehrfach als prominenten Protagonisten seiner Erzählungen gewählt.

Der Kunsthistoriker Dieter Ronte formuliert über den Werkzyklus: "Zugleich bindet der Maler seine Kunst stärker in den historischen Kontext des deutschen Expressionismus ein. Die neuen Bilder begeistern. Sie wollen nicht mehr abbilden, sondern Erfahrungen und das Hinschauen auf die Gegenstände, auch der Geschichte 'Stauffenberg' in Farbe setzen. Sie konturieren sich als Narrativ."

Öl auf Leinwand, 2010. Signiert und datiert. Format im Rahmen 95 x 75 cm wie Abbildung.

Über Bernhard Heisig

1925-2011

"Bernhard Heisig gehörte zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit, nicht nur der unmittelbaren Gegenwart, sondern des Jahrhunderts überhaupt." (Prof. E. Roters)

Bernhard Heisig, am 31. März 1925 in Breslau geboren, war eine der großen und prägnanten Persönlichkeiten für die Entwicklung der Kunst in der DDR - einflussreich und unbequem, gefeiert und so eigenständig, dass sein Werk heute einen bedeutsamen Platz in der Kunstgeschichte Deutschlands und der Welt einnimmt. Er gehörte zu den Gründervätern der Leipziger Schule, wo er von 1961-1990 lehrte.

"Die Wut der Bilder" war die Ausstellung Bernhard Heisigs überschrieben, mit der im Jahr 2005 drei deutsche Museen den Künstler zu seinem 80. Geburtstag ehrten. Das Museum der bildenden Künste Leipzig, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf sowie die Staatlichen Museen Berlin zeigten mit diesem umfassenden Überblick über sein Schaffen ein Lebenswerk, das sich einfachen Erklärungsmustern entzieht.

Eine Ausstellung in der Nationalgalerie Berlin stellte Bernhard Heisig auf die Ebene von Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff. Der Künstler selbst bekannte sich zu Dix und Beckmann. Wie diese malte er aus der gleichen inneren Motivation: Melancholie und Grazie und eine ungeheure Intensität, die ins Visionäre geht. Dabei war der Künstler bekannt dafür, seine Bilder immer wieder zu überarbeiten und zu verändern. Der Künstler: "Es macht nur Spaß zu malen, wenn man das Letzte aus sich herausholt. Ohne Streit macht es keinen Spaß."

1986 porträtierte Heisig den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt - für die Galerie mit den Porträts der ehemaligen Bundeskanzler im Bundeskanzleramt. Auch Heisigs Panoramabild "Zeit und Leben" ist im Deutschen Bundestag ausgestellt.

2010 wurde der renommierte Maler für sein Lebenswerk mit dem "Kunstpreis des Brandenburgischen Ministerpräsidenten" geehrt. Er habe "ein Werk geschaffen, das weit über den Tag hinaus wirkt".

Bernhard Heisig verstarb im Juni 2011 im Alter von 86 Jahren.

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