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Fotografie

Es ist nicht bekannt, welche Geräusche die erste Fotografie durch Joseph Nicéphore Nièpce im Jahre 1826 erzeugte. Bis es aber in der Kunstgeschichte "klick" machte und die anfangs kritisch beäugte Fotografie als gleichberechtigte Ausdrucksform in der bildenden Kunst neben Malerei und Grafik etabliert war, sollten noch viele Jahrzehnte vergehen.
Heute werden für Fotos mitunter siebenstellige Beträge gezahlt.

2011 versteigerte das Auktionshaus Christie's in New York eine Fotografie von Andreas Gursky für die Rekordsumme von 4,3 Millionen US-Dollar. Die Wochenzeitung Die Zeit wertete den Verkauf als Anzeichen dafür, dass Fotografie im bislang von der Malerei dominierten Spitzenmarkt angekommen sei und schrieb weiter: "die Preise für Fotoarbeiten steigen, und wer heute ein Bild eines jungen Fotografen kauft, könnte bald ein gefragtes Kunstwerk im Wohnzimmer hängen haben."

Der lange Marsch der Fotografie durch die Institutionen der Kunstgeschichte hatte im Grunde schon Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen. Fotografen unternahmen erste Versuche, die Malerei zu imitieren oder sie gestalteten das Bild, indem sie die Menschen in möglichst malerischer Umgebung abbildeten, gerne auch mit griechisch-römischen Säulenimitaten.
Zahlreiche Genres wie Reportage-, Porträt-, Industrie-, Akt- oder Naturfotografie sind aus der postmodernen Kunst nicht mehr wegzudenken und befruchten andere Kunstgattungen. Durch die Entwicklung der digitalen Fotografie hat das Medium zusätzliche Schwungkraft erfahren.

 

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