Tony Cragg:
Skulptur "Gate" (2017)

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Skulptur "Gate" (2017)

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Bestell-Nr. IN-861210

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Limitiert | nummeriert und signiert auf Zertifikat | Bronze | Format 40 x 42 x 38 cm (H x B x T)

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Tony Cragg: Skulptur "Gate" (2017)

Die neue Skulptur von Tony Cragg ist aus einer Zeichnung heraus entstanden. Sie ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit einer polydynamischen Formsprache, die verschiedene Teilansichten in sich vereint und je nach Blickwinkel auf die Skulptur ihr Erscheinungsbild komplett wandeln kann. In mehreren Vorzeichnungen entwickelt, entsteht jede einzelne, sinnlich-geschwungene Skulpturenform aus der gemalten Linie heraus und veranschaulicht die herausragende visuelle Vorstellungskraft des Künstlers, der mit dem Bleistift zuerst komponiert, bevor er ins Plastische übergeht.

Skulptur in Bronze, 2017. Auflage: 35 Exemplare + 5 E.A.-Exemplare, nummeriert und signiert auf einem Zertifikat des Künstlers. Höhe: 40 cm. Breite: 42 cm. Tiefe: 38 cm.

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"Einer der bedeutendsten Bildhauer unserer Zeit", nannte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Mal massiv, mal fragil und leicht wirkend, erschafft Cragg Formen und Figurationen, die nicht nur für sich stehen, sondern den sie umgebenden Raum unmittelbar einbeziehen. Seine Werke sind im öffentlichen Raum und in bedeutenden internationalen Museen wie dem Amsterdamer Stedelijk Museum und der Londoner Tate Gallery zu sehen.

Tony Cragg ist ein Verehrer der Stoffe: "Material ist alles, was wir kennen - alles was in dem Raum ist, auch Dinge wie Emotionen und Intelligenz haben eine materielle Grundlage. Wenn also auch Gedanken und Gefühle eine materielle Grundlage haben, dann kann man erahnen, wie erhaben das Material ist.", so der Künstler in einem Interview.

Ob Holz, Stein, Edelstahl, Fiberglas, Bronze, Kunststoffe, Styropor oder Kevlar - Cragg haucht den Materialien Seele ein, wenn er aus ihnen Skulpturen schafft, deren unbekannte, amorphe Formen gleichermaßen faszinieren und Fragen aufwerfen. Inspiriert ist er dabei immer nur von seinen eigenen Gedanken: "Mein ursprüngliches Interesse am Herstellen von Bildern und Objekten war und ist noch heute das Hervorbringen von Dingen, die weder in der Natur noch in unserer funktionalen Welt existieren, Objekte, die meine Empfindungen gegenüber der Welt und meiner eigenen Existenz spiegeln und zum Ausdruck bringen."

Der Vielfalt an möglichen Formen ist auch Craggs Skulpturenpark in Wuppertal gewidmet, in dem er sowohl eigene Werke wie auch Objekte von Bildhauer-Kollegen ausstellt: "Wir wollen keine schicken Shows, kein konzeptuelles Zeug, keinen dekorativen Showroom, sondern einen Ort für Menschen schaffen, die ein Interesse an Bildhauerei haben, die sich ernsthaft für Formen und ihre Bedeutung interessieren."

Tony Cragg, 1949 in Liverpool geboren, arbeitete zunächst als Biochemiker in einem Forschungslabor und absolvierte später ein Kunststudium an verschiedenen englischen Universitäten. Er hatte zahlreiche Lehraufträge inne, u. a. in Metz, Berlin und Düsseldorf, wo er an der dortigen Kunstakademie auch Rektor war. Cragg ist Mitglied an der Royal Academy of Arts, London und der Akademie der Künste, Berlin, er wurde in den Stand eines Commander of the British Empire erhoben und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Neben dem Turner Prize erhielt er auch den Praemium Imperiale.

Tony Cragg lebt und arbeitet seit 1977 in Wuppertal.

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Ein vollplastisches Werk der Bildhauerkunst aus Holz, Stein, Elfenbein, Bronze oder anderen Metallen.

Während die Skulpturen aus Holz, Elfenbein oder Stein direkt aus dem Materialblock herausgearbeitet werden müssen, muss beim Bronzeguss zunächst ein Werkmodell, meist aus Ton oder anderen leicht formbaren Materialien geschaffen werden.

Blütezeit der Skulptur war nach der griechischen und römischen Antike die Renaissance. Der Impressionismus verlieh der Bildhauerkunst neue Impulse. Auch zeitgenössische Künstler wie Jörg Immendorff, Andora, Markus Lüpertz haben die Bildhauerkunst mit bedeutenden Skulpturen bereichert.

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Seit dem Altertum verwendete Legierung von Kupfer mit anderen Metallen (vor allem mit Zinn).
Ideales, Jahrtausende überdauerndes Metall für hochwertige Kunstgüsse.

Bronzeguss:
Beim Bronzeguss setzt der Künstler in der Regel ein mehr als 5000 Jahre altes Verfahren ein, das Wachsausschmelzverfahren mit verlorener Form. Es ist das beste, aber auch das aufwändigste Verfahren zur Herstellung von Skulpturen.

Beispielhaft hier Ernst Barlachs Skulptur "Der Buchleser":

Ernst Barlach: Skulptur 'Der Buchleser' Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 1Zuerst formt der Künstler ein Modell seiner Skulptur. Dieses wird in eine verflüssigte Silikon-Kautschukmasse eingebettet. Sobald das Material festgeworden ist, wird das Modell herausgeschnitten. In die so gewonnene Negativform wird flüssiges Wachs gegossen. Nach dem Erkalten wird der Wachsabguss aus der Form genommen, mit Gusskanälen versehen und in eine Keramikmasse getaucht. Die Keramikmasse wird im Brennofen gehärtet, wobei das Wachs ausfließt (verlorene Form).

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 2Nun hat man endlich die Negativform, in welche die ca. 1400° C heiße Bronzeschmelze gegossen wird. Nach dem Erkalten der Bronze wird die Keramikhülle zerschlagen und die Skulptur kommt zum Vorschein.

Ernst Barlach Buchleser - Wachsausschmelzverfahren Teil 3Jetzt werden die Gusskanäle entfernt, die Oberflächen vom Künstler selbst oder nach seinen Vorgaben von einem Spezialisten poliert und patiniert und nummeriert. So wird jeder Guss zum Original.

Für weniger hochwertige Bronzegüsse wird häufig das Sandbettverfahren verwendet, das in Oberflächenbeschaffenheit und Qualität jedoch nicht das aufwändigere Wachsausschmelzverfahren erreicht.

Weiterführende Links:
Sandguss

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