Georg Baselitz:
Bild "Birnbaum" (1978) (Unikat)

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Georg Baselitz:
Bild "Birnbaum" (1978) (Unikat)

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Unikat | Monogrammiert | Kohle, Tusche und Tinte auf Papier | gerahmt | Format 92 x 73,5 cm

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Georg Baselitz: Bild "Birnbaum" (1978) (Unikat)

Der Baum nimmt im Schaffen von Georg Baselitz eine bedeutende Rolle ein. In mehreren Werkserien beschäftigte sich der Künstler mit dem Baum als Symbol für die Natur und das Leben. Dabei huldigt er dem Formenreichtum seines Sujets.

Durch das Umdrehen des Baumes scheinen die Äste sich wurzelgleich nach unten zu graben, wohingegen der blaue Wurzelballen zur dichten Baumkrone wird. Die Symmetrie aus Wurzel, Stamm und Geäst, die jedem Baum innewohnt, wird durch die baselitzsche Darstellungsweise deutlich.

Kohle, Tusche und Tinte auf Papier, 1978. Monogrammiert. Baselitz Archiv Nummer GBZ 6594. Motivgröße/Blattformat 60,7 x 43 cm. Format im Rahmen 92 x 73,5 cm wie Abbildung.

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Georg Baselitz Falsch herum alles richtig gemacht - Die großen Baselitz-Retrospektiven 2018

Das Jahr 2018 gehört dem Kunstprovokateur Baselitz. Zu seinem 80. Geburtstag widmen fünf große Häuser dem Künstler eine Sonderausstellung

Die Fondation Beyeler versammelte in Kooperation mit dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden alle wichtigen Bilder und Skulpturen von Baselitz. Das Kunstmuseum Basel zeigte dessen Arbeiten auf Papier, das Kupferstichkabinett der Pinakothek der Moderne München stellte Zeichnungen der 1960er Jahre aus und in Dresden war dessen Druckgrafik zu sehen. Wer die bisherigen Ausstellungen verpasst hat, kann noch bis zum 29.10.2018 im Musée Unterlinden in Colmar Werke aus den Jahren 2014 bis 2017 entdecken, die erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Vielen ist der in Sachsen geborene Maler und Bildhauer Georg Baselitz vor allem ein Begriff, weil seine Motive auf dem Kopf stehen - sein unverwechselbares Markenzeichen seit Anfang der 1970er-Jahre. Bei seiner Suche nach "dem Bild hinter dem Bild" (Baselitz) schafft er damit eine völlig neue Sehweise.

Doch Baselitz stellt nicht nur in der Kunst alles auf den Kopf, er übernimmt auch sonst gern die Rolle des Querulanten und Provokateurs. Er nennt ehemalige DDR-Staatskünstler "Arschlöcher", glaubt nicht, dass Frauen malen können und bezeichnet die documenta als "Paralympics".

Seine rebellische Ader verhagelte ihm dann auch den Beginn seines Studiums: Wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" wurde er 1957 der Ost-Berliner Hochschule für Bildende Künste verwiesen, und das, weil er sich bei seinen Arbeiten an einem ganz Großen orientierte - Pablo Picasso: "Es gab ein Riesenentsetzen. Picasso, dachte ich immer, ist der große Kommunist. So wurde der von unseren Parteigenossen aber gar nicht mehr gesehen. Für die war er ein dekadenter westlicher Maler, ein auslaufendes Modell. Wegen Picasso flog ich aus der Schule raus.", erzählt der Maler 2007 im Spiegel.

Kurz darauf übersiedelte Baselitz nach West-Berlin, arbeitete aber auch hier entgegen aller künstlerischer Trends. Statt auf die abstrakte Malerei setzte er auf figurative, teils drastische Darstellungen und erntete damit Unverständnis und Ignoranz.

Den vorläufigen Höhepunkt der Provokation stellte dann seine erste Einzelausstellung 1963 dar, bei der er der prüden Berliner Gesellschaft nackte und masturbierende Männer vorsetzte. Es folgten Beschlagnahmungen, staatsanwaltliche Untersuchungen und jede Menge negativer Schlagzeilen in der Presse. Doch der allgemeine Wirbel hatte einen angenehmen Nebeneffekt: Über Nacht wusste jeder, wer Georg Baselitz war.

Georg Baselitz, der als Hans-Georg Kern 1938 in Deutschbaselitz (Sachsen) geboren wurde, zählt heute zur Spitze der internationalen Kunstszene. Seine Werke sind in allen bedeutenden Museen und Sammlungen der Welt vertreten. Unter anderem wurde der Künstler mit dem Kaiserring-Kunstpreis der Stadt Goslar ausgezeichnet. Baselitz lehrte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Hochschule der Künste Berlin, derzeit lebt und arbeitet er in Inning am Ammersee.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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