Markus Lüpertz:
Bild "Der Flug des Raben" (1990) (Unikat)

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Markus Lüpertz:
Bild "Der Flug des Raben" (1990) (Unikat)

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Bestell-Nr. IN-884658.R1

Kurzinfo

Unikat | monogrammiert | signiert | betitelt | Öl auf Leinwand | gerahmt | Format 130 x 160 cm

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Markus Lüpertz: Bild "Der Flug des Raben" (1990) (Unikat)

"Immer wenn ich Leerlauf habe oder Zeit zum Nachdenken, zeichne ich gerne Tiere. Das ist eine gute Übung." Diese Zeichenübungen von Markus Lüpertz könnten für das Werk "Der Flug des Raben" als eine Art Vorstudie gedient haben.
Raben zeichnet und malt Lüpertz schon immer, sie sind fester Bestandteil seines motivischen Kanons. Das Interesse des Künstlers an der Mythologie wird auch in diesem Werk gespiegelt, der Titel scheint sich auf den 1984 erschienenen, gleichnamigen Kinofilm zu beziehen. In typischer Manier fertigt der Künstler mit pastos rauem Duktus und scheinbar schneller Hand diese großformatige Leinwand. Vor einem grünen Hintergrund, vielleicht ein Wald, heben sich kräftige, expressive Farbstrukturen, Flächen und Gebilde ab.

Der Titel "Flug des Raben" scheint den Rezipienten an die Hand zu nehmen. Man meint, eine Vogelgestalt, ein Federkleid und einen Schnabel erahnen zu können, der Maler hat die Figur jedoch zergliedert, aufgebrochen und scheinbar spielerisch über der Leinwand ausgeschüttet. Die Malerei von Lüpertz hat eine besondere Haptik, die eine Sinnlichkeit und Magie ausdrückt und so eine individuelle künstlerische Handschrift offen legt.

Eine derartige Leinwand des Malerfürsten aus den frühen 90er-Jahren stellt ein besonders attraktives Objekt dar und komplettiert jede Kunstsammlung.

Öl auf Leinwand, 1990. Monogrammiert „ML“. Rückseitig signiert und betitelt. Format im Rahmen 130 x 160 cm wie Abbildung.

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Markus Lüpertz, geb. 1941 in Reichenberg in Böhmen, ist als exzentrischer Malerfürst bekannt. Die internationale Anerkennung erntet er jedoch für sein Kunstschaffen. In seinem umfangreichen Œuvre wechseln sich gegenständliche und abstrakte Werkphasen ab.

In den 60er und 70er Jahren entstanden die "dithyrambischen" Werke, deren stilistische Merkmale vor allem Pathos, Theatralik und klassizierende Komponenten sind. Besonders in den 80er Jahren paraphrasiert Lüpertz Werke des Klassizisten Nicolas Poussin. Wieder einen neuen Werkabschnitt kann man in den 90er Jahren ausmachen. Die Bibel und Sagen werden nun nicht nur in Gemälden sondern auch in der Skulptur zum Thema. Hier geht es ihm um elementare Emotionen des Menschen wie Einsamkeit oder Versagen.

Seinen Platz in der Welt fordert Markus Lüpertz mit wenigen Worten ein: "es gibt kein mittel gegen mich ich bin wie der regen ich bringe euch die blumen zum blühen, die erde zum atmen, die welt in euch erträglich zu finden. Freut euch, denn ich habe die angst hütet euch vor meinen bildern hängt sie ab dreht sie mit dem gesicht zur wand aber ich bitte euch, laßt mich leben."

Nach dem Kunststudium 1956-61 in Krefeld und Düsseldorf siedelte er nach Berlin um. Mit seiner figurativen Malerei wird er zu den "Jungen Wilden" gezählt, die in den 60er Jahren das abstrakte Informell ablösten. So reduzieren sich seine Motive oftmals auf einzelne Gegenstände, die er monumental in Szene setzt.

Markus Lüpertz unterrichtete an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Als deren Rektor war er von 1988 bis 2009 Nachfolger von Joseph Beuys.

Der Künstler lebt und arbeitet heute in Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe. Seine Werke finden sich weltweit in vielen führenden Sammlungen und Museen der modernen Kunst wieder. Die Werke von Markus Lüpertz sind gesucht und i.d.R. schnell vergriffen. Sie besitzen ausgezeichnete Aussichten für eine dynamische Wertentwicklung.

Im Frühjahr 2015 richtete das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris Lüpertz eine umfangreiche Retrospektive aus, die die internationale Relevanz des Künstlers bestärkt hat.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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