Markus Lüpertz:
Bild "Madonna mit Kind"(1960) (Unikat)

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Markus Lüpertz:
Bild "Madonna mit Kind"(1960) (Unikat)

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Unikat | signiert | datiert | Öl und Acryl auf Holz | gerahmt | Format 68 x 57 cm

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Markus Lüpertz: Bild "Madonna mit Kind"(1960) (Unikat)

Der Blick der langhalsigen Frau schweift in die Ferne, in ihren Händen hält sie einen zum Betrachter gewandten Säugling. An Nimbus und dem goldfarbenen Malgrund ist zu erkennen, dass es sich bei den Dargestellten um eine Madonna mit Jesus-Kind handelt.

Das Unikat in Mischtechnik auf Holztafel (neben Heiligenschein und Goldgrund ist Holz als Malgrund ein weiterer Verweis auf die klassische Ikonenmalerei) entstand zu der Zeit, als Markus Lüpertz an der Krefelder Werkkunstschule studierte. Im Anschluss verbrachte der junge Künstler einen Studienaufenthalt im Kloster Maria Laach. Nicht zuletzt die Gestaltung zahlreicher Kirchenfenster zeugt bis heute von Lüpertz' konstanter Beschäftigung mit religiösen Motiven.

Formal lässt sich das Werk in die Zeit vor Beginn der "dithyrambischen Malerei" ab 1962 einordnen, in der Lüpertz Gegenständlichkeit und Abstraktion miteinander verband. Vor dem Hintergrund des damals vorherrschenden abstrakten Expressionismus zeugt Lüpertz‘ figürliche Darstellung der Madonna zum Zeitpunkt ihres Entstehens 1960 von einer künstlerischen Eigenständigkeit, die seinem Werk bis heute innewohnt.

Öl und Acryl auf Holz, 1960. Signiert und datiert. Format im Rahmen 67,4 x 52,4 cm wie Abbildung.

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Markus LüpertzMarkus Lüpertz, geb. 1941 in Reichenberg in Böhmen, ist als exzentrischer Malerfürst bekannt. Die internationale Anerkennung erntet er jedoch für sein Kunstschaffen. In seinem umfangreichen Œuvre wechseln sich gegenständliche und abstrakte Werkphasen ab.

In den 60er und 70er Jahren entstanden die "dithyrambischen" Werke, deren stilistische Merkmale vor allem Pathos, Theatralik und klassizierende Komponenten sind. Besonders in den 80er Jahren paraphrasiert Lüpertz Werke des Klassizisten Nicolas Poussin. Wieder einen neuen Werkabschnitt kann man in den 90er Jahren ausmachen. Die Bibel und Sagen werden nun nicht nur in Gemälden sondern auch in der Skulptur zum Thema. Hier geht es ihm um elementare Emotionen des Menschen wie Einsamkeit oder Versagen.

Seinen Platz in der Welt fordert Markus Lüpertz mit wenigen Worten ein: "es gibt kein mittel gegen mich ich bin wie der regen ich bringe euch die blumen zum blühen, die erde zum atmen, die welt in euch erträglich zu finden. Freut euch, denn ich habe die angst hütet euch vor meinen bildern hängt sie ab dreht sie mit dem gesicht zur wand aber ich bitte euch, laßt mich leben."

Nach dem Kunststudium 1956-61 in Krefeld und Düsseldorf siedelte er nach Berlin um. Mit seiner figurativen Malerei wird er zu den "Jungen Wilden" gezählt, die in den 60er Jahren das abstrakte Informell ablösten. So reduzieren sich seine Motive oftmals auf einzelne Gegenstände, die er monumental in Szene setzt.

Markus Lüpertz unterrichtete an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Als deren Rektor war er von 1988 bis 2009 Nachfolger von Joseph Beuys.

Der Künstler lebt und arbeitet heute in Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe. Seine Werke finden sich weltweit in vielen führenden Sammlungen und Museen der modernen Kunst wieder. Die Werke von Markus Lüpertz sind gesucht und i.d.R. schnell vergriffen. Sie besitzen ausgezeichnete Aussichten für eine dynamische Wertentwicklung.

Im Frühjahr 2015 richtete das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris Lüpertz eine umfangreiche Retrospektive aus, die die internationale Relevanz des Künstlers bestärkt hat.

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