Lyonel Feininger:
Bild "Sky-Space I" (1953) (Unikat)

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Bild "Sky-Space I" (1953) (Unikat)

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Unikat | signiert | datiert | betitelt | Zertifikat | Aquarell und Tusche auf Papier | rückseitige Zeichnung | gerahmt | Format 54 x 72 cm

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Lyonel Feininger: Bild "Sky-Space I" (1953) (Unikat)

Feininger hat, neben Oskar Schlemmer, das Ordnungsideal des Bauhauses am deutlichsten verwirklicht. Für ihn ist der Ausgangspunkt nicht die menschliche Figur, sondern die Architektur, der strenge geometrische Aufbau der Formen, den er an den Kirchen der Gotik beobachten konnte. Seine Studien der Architektur deutscher Kleinstädte und Landschaften begründeten seinen lichtdurchfluteten, prismenartigen Stil, der Vorbild für viele Künstler werden sollte.

Das Blatt "Sky-Space I" steht exemplarisch für das Spätwerk Feiningers, indem sich der Künstler noch intensiver mit der Darstellbarkeit von Räumen, Formen und Perspektiven auseinandersetzt. Mit reduzierten, mit dem Lineal gezeichneten Linien definiert er den Bildraum, arbeitet Horizont, Wolkenstrukturen und kleine Details heraus.
Diesen Gestaltungsmitteln setzt er die mit leichter Hand aquarellierten Farbflächen gegenüber. Durch die Wolkenstrukturen scheinen sich einige Sonnenstrahlen einen Weg zu bahnen, die die Szenerie in ein diffuses Licht hüllen und das Grau des Meeres und die vereinzelten Segelschiffe und Boote hier und da illuminieren.
Feininger versteht es, unter dem Einsatz von Tusche und nur einer Farbe, dem klaren, hellen Blau, eine magische Komposition zu schaffen, die den Versuch unternimmt, dem Betrachter einen Eindruck von der ungeheuren Weite des Ozeans und des Himmels zu vergegenwärtigen. Feininger entwickelt die Idee der Romantik eines Caspar David Friedrichs weiter und scheint sie in die Moderne zu überführen. Nicht zufällig fanden beide Künstler die Motive einer weiten Landschaft und der Einsamkeit des menschlichen Beobachters an den Stränden und Wäldern der Ostseeinsel Rügen.

Vor genau einhundert Jahren (1919), das Bauhaus war gerade erst gegründet worden, wurde Feininger von Walter Gropius als Meister und Leiter der Druckwerkstätten nach Weimar berufen. Nicht zuletzt dieses Jubiläum bietet einen perfekten Anlass, um dieses sehr attraktive Aquarell zu erwerben.

Aquarell und Tusche auf Papier, 1953. Signiert, datiert und betitelt. Es befindet sich eine zweite, nicht fertig gestellte Zeichnung auf der Rückseite. Mit Foto-Echtheitszertifikat von Achim Moeller, Lyonel Feininger Project LLC. Motivgröße/Blattformat 32 x 49 cm. Format im Rahmen 54 x 72 cm wie Abbildung.

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1871-1956

Lyonel Feininger ist bekannt für seine vom Kubismus und von der Kunst Robert Delaunays angeregten Straßen-, Stadt- und Schiffsdarstellungen, die sich aus prismatisch gebrochenen Formen zusammensetzen.

Der Maler und Grafiker wurde 1871 in New York als Sohn deutscher Musiker geboren. Mit 16 Jahren kam er anlässlich einer Konzertreise seiner Eltern erstmals nach Deutschland und blieb dort, um an der Hamburger Kunstgewerbeschule und später an der Königlichen Akademie in Berlin zu studieren. Nach einem Studienaufenthalt in Paris lebte und arbeitete er viele Jahre in Deutschland, wo er der Künstlergruppe "Blauer Reiter" nahestand und seit 1919 als Meister für die grafischen Werkstätten das "Bauhaus" in Weimar, Dessau und Berlin prägte.

Feininger hat, neben Schlemmer, das Ordnungsideal des Bauhauses am deutlichsten verwirklicht. Für ihn ist der Ausgangspunkt nicht die menschliche Figur, sondern die Architektur, der strenge geometrische Aufbau der Formen, den er an den Kirchen der Gotik beobachten konnte. Seine Studien der Architektur deutscher Kleinstädte begründeten seinen lichtdurchfluteten, prismenartigen Stil, der Vorbild für viele werden sollte.

Zuerst widmete sich Feininger deutschen Stadtansichten und Kirchen. In der Zeit des Nationalsozialismus galten Feiningers Werke offiziell als "entartet", was ihn 1937 veranlasste, nach New York zurückzukehren. Hier entstanden seine berühmten Impressionen der Architektur Manhattans und New Yorks.

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Hochschule für Bildende Künste und Kunstgewerbe. In dem gleichzeitig veröffentlichten Manifest forderte Gropius die Einheit der bildenden Künste unter der Führung der Baukunst. Ziel der Gestaltung sollte die Klarheit, Sachlichkeit, Zweckmäßigkeit und die Angleichung an die Bedingungen der Technik sein. Mitarbeiter von Walter Gropius waren u.a. Lionel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky. 1925 siedelte das Bauhaus nach Dessau über, wo 1928 Hannes Meyer und 1930 Mies van der Rohe die Leitung übernahmen. 1933 erfolgte die Schließung durch die Nationalsozialisten.

Wegen der künstlerischen Lehrmethoden und der modernen Gestaltung gingen vom Bauhaus starke Wirkungen aus, die weit über Deutschland hinaus richtungsweisend waren.

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Bezeichnung für die von der gegenständlichen Darstellung losgelöste Malerei und Plastik, die sich ab etwa 1910 in immer neuen Stilvariationen über die ganze westliche und Teile der östlichen Welt verbreitete. Als Begründer der abstrakten Kunst gilt der 1866 geborene russische Maler Wassily Kandinsky. Weitere bedeutende Künstler der abstrakten Kunst sind K.S. Malewitsch, Piet Mondrian u.a.

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Malerei mit lasierenden Wasserfarben, die sich durch ihre Transparenz auszeichnen und tieferliegende Schichten sowie Malgrund durchschimmern lassen.

Oftmals wird der Grund ausgelassen. Dies trägt wesentlich zur Wirkung des Werkes bei. Die Aquarellmalerei erfordert einen gekonnten Umgang mit der Farbe, da diese schnell trocknet und Korrekturen kaum möglich sind.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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