Jörg Immendorff:
Bild "Start - Ziel" (2000) (Unikat)

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Jörg Immendorff:
Bild "Start - Ziel" (2000) (Unikat)

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Bestell-Nr. IN-889941.R1

Kurzinfo

Unikat | signiert | datiert | Mischtechnik auf Leinwand | gerahmt | Format 100 x 100 cm

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Jörg Immendorff: Bild "Start - Ziel" (2000) (Unikat)

Mitte der 1960er-Jahre ist Immendorff Student der Klasse von Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie und versucht sich zunächst als Agitationskünstler. Die Aktionen der Lidl-Akademie, die er mit seiner ersten Ehefrau Chris Reinicke entwickelt, stehen für Liebe und Frieden und den Wunsch, die Welt zu verändern und sich gegen die Politik in Deutschland aufzulehnen. "Lidl" ist dabei ein Kunstwort in der Tradition von Dada.

Die vorliegende Arbeit bezieht sich mit dem dargestellten Wagen auf die Lidl-Akademie. Bereits 1995 schuf Immendorff eine Plastik, die einen hölzernen Wagen darstellte und mit "Hommage à Lidl" betitelt wurde. Beladen ist der Wagen der vorliegenden Leinwand aus dem Jahr 2000 mit einer Fülle gestempelter Embleme, die ab 1999 in sein Werk Einzug erhalten. Gerade ging eine große Retrospektive im Münchener Haus der Kunst zu Ende, die von der anhaltenden Relevanz von Immendorffs Werk zeugt.

Öl und Mischtechnik auf Leinwand, 2000. Signiert und datiert. Das Bild ist in Band II des Werkverzeichnisses der Gemälde Jörg Immendorffs aufgenommen. Format im Rahmen 100 x 100 cm wie Abbildung.

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1945-2007, deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer

Jörg ImmendorffJörg Immendorff, geboren in Bleckede, zählt zu den bedeutendsten deutschen Kunstschaffenden der Gegenwart mit weltweiter Anerkennung.

In den 70er Jahren entwickelte er eine betont gegenstandsbezogene Formensprache mit symbolischen, kunsthistorischen und politischen Anspielungen. "Jedes Immendorff-Bild ist die kritische Darstellung einer kulturpolitischen Situation", schreibt Lorand Hegyi über den Künstler, dessen Bilder heute zum Bestand der bedeutendsten Museen der Welt gehören.

Durch die Freundschaft mit dem 1976 noch in der DDR lebenden Maler A.R. Penck entwickelte der Maler und Bildhauer Jörg Immendorff eine Historienmalerei, die das Thema der deutschen Teilung reflektiert und kritisch betrachtet. In diesem Jahr begann er die Serie der sechzehn großformatigen Bilder "Café Deutschland". Vorbildhaft wirkte seine hier zum Ausdruck kommende plakative und stilpluralistische Malweise.

Immendorffs politische Ambitionen traten schon während seiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie zu Tage. Einer seiner Lehrer war Josef Beuys, mit dem er eng zusammenarbeitete.
Die von ihm gegründete LIDL-Akademie, Lidl wurde von Immendorff als Pseudonym verwendet, vertrat politisch orientierte Kunst. Er versteht seine politisch engagierten Bilder als eine Kunst, die im Dienste des Volkes und der Werktätigen stehen. Immendorff ist der Utopist unter den Malern: "Ich bin der einzige Maler in der Kunstgeschichte, der an einer Utopie gearbeitet hat, die dann konkret wurde“ (Deutsche Wiedervereinigung).

In der Skulptur ist sein Stil von einer Expressivität geprägt, die dem der Künstlergemeinschaft "Die Brücke" vergleichbar ist. Auch hier werden den historischen und sozialen Fragen eindringlich nachgespürt.

Seine Gemälde und Plastiken werden in umfangreichen Ausstellungen bedeutender Museen dem interessierten Kunstpublikum präsentiert.

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Grafisches Werk, bei dessen Ausführung der Künstler mindestens zwei grafische Herstellungstechniken kombiniert.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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