Keith Haring:
Bild "Untitled (Growing)" (1981) (Unikat)

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Keith Haring:
Bild "Untitled (Growing)" (1981) (Unikat)

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Bestell-Nr. IN-890919.R1

Kurzinfo

Unikat | Kreide auf Papier | gerahmt | Format 80 x 60 cm

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Keith Haring: Bild "Untitled (Growing)" (1981) (Unikat)

Eines der raren Subway-Drawings von Keith Haring. Ein Original und Zeitzeugnis in großem Format.

Irgendwann fielen Keith Haring während der Fahrt mit dem F-Zug durch den Untergrund von New York die leeren U-Bahn-Werbeflächen auf, die mit schwarzem Papier beklebt waren. Weiße Kreide musste ein perfektes Medium für diese Oberfläche sein. Sie wäre vor und nach einer Malaktion leicht zu verbergen und sie erzeugte eine scharfe, taktile Wirkung gegen das Papier.
In den frühen 80er Jahren schuf Haring so Hunderte von Zeichnungen im New Yorker City Subway System. Fast täglich tauchten neue auf. Manche wurden sofort von Bewunderern abgerissen oder herausgeschnitten, die weitaus meisten fanden ihr Schicksal in der Überklebung mit Werbeplakaten. Schwarz und Weiß, die Figuren vereinfacht und leicht erkennbar - sie bildeten Glyphen, die wie eine städtische Stammessprache gelesen werden konnte und maßgeblich für die Kunst von Keith Haring wurden.

Kreide auf festem Papier, 1981. Motivgröße/Blattformat 69 x 46 cm. Format im Rahmen 80 x 60 cm wie Abbildung.

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1958-1990

Im New York der 1980er Jahre entsteht aus dem Verborgenen eine Kunstströmung, die bis heute durch ihren anarchischen Charakter und ihre einprägsame Formensprache begeistert und junge Künstler nach wie vor inspiriert: Mit Keith Harings Graffiti wurde die Street Art geboren, und seine unverkennbaren Figuren zum Bestandteil der Massenkultur.

Graffitis, diese bunte zeichenhafte Bemalung öffentlicher Außenflächen ist uns heute schon zu einem täglichen Anblick, oft auch Ärgernis geworden. Jugendliche begannen bereits in den 70er-Jahren an die Wände New Yorker U-Bahn Stationen Wörter, Signets und dick umrandete comicartige Figuren zu sprühen, um ihrem gesellschaftlichen Protest Ausdruck zu geben.

Keith Haring, 1958 in Kutztown, Pennsylvania geboren, konnte sich "mit dem Stil, Geschmack und Farbe" dieser Künstler identifizieren. 1981 begann er seine Graffiti-Arbeiten im New Yorker Untergrund, nachdem er Ende der 70er Jahre Kunst an der School of Visual Arts in New York und in Pittsburgh studiert hatte. Er gehörte also nicht zu den Künstlern, die als Straßensprüher anfingen und für die Kunst entdeckt wurden, sondern ging als Maler auf die Straße.
Seinen Hang zum gleichmäßigen Ausfüllen der Bildfläche mit rapportartigen Figurenfolgen teilte er mit seinen Vorbildern aus dem amerikanischen abstrakten Expressionismus. Zusammenarbeit und Freundschaft verband ihn, nachdem er bereits 1982 auf der Kasseler documenta zu sehen war, mit dem Pop-Art-Künstler Andy Warhol.

Seinen Stil vermarktete Keith Haring in seinem 1988 eröffneten Pop-Shop, der vor allem die Lebensfreude und Optimismus ausstrahlenden agilen Baby-Figuren "Radiant Childs" als T-Shirt Aufdruck anbot. Den künstlerischen Erfolg nutzte er auch um ungewöhnliche Konzepte durchzusetzen.

Keith Haring hatte sich mit der Immunschwäche AIDS infiziert und machte in zahlreichen Kampagnen auf diese Erkrankung aufmerksam. Mit 31 Jahren erlag er ihr selbst.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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In den frühen 1950er Jahren ging ein Ruck durch die Kulturszene. Junge Künstler aus den USA und England brachen - völlig unabhängig voneinander - mit allen Traditionen des Kunstschaffens und verhalfen der Moderne zu einer neuen Kunstrichtung.

In den USA waren es Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Tom Wesselmann und James Rosenquist, die sich die Welt der Werbung und Comics, im Starkult und in der anonymen Großstadtkultur ihre Themen suchten. Mit greller Farbgebung Überdimensionierung und manipulierender Tiefenperspektive schufen sie neue provozierende Werke, die den Geist der Zeit atmeten. Richard Hamilton und Eduardo Paolozzi wurden durch die berühmte Ausstellung ‚This is Tomorrow' in der Londoner White Chapel Art Gallery zu den Wegbereitern des Pop-Art in England. Ihnen folgten in den 1960er Jahren David Hockney, Allan Jones, Peter Phillips und Derek Boshier nach.

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