Joan Miró:
Bild "Le Sommeil du Père Ubu III" aus: Suites pour Ubu Roi (1966)

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Joan Miró:
Bild "Le Sommeil du Père Ubu III" aus: Suites pour Ubu Roi (1966)

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Limitiert, 75 Exemplare | nummeriert | signiert | Lithografie auf Bütten | gerahmt | Format 68 x 88 cm

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Joan Miró: Bild "Le Sommeil du Père Ubu III" aus: Suites pour Ubu Roi (1966)

Das 1896 uraufgeführte absurde Theaterstück "Ubu Roi" des französischen Schriftsteller Alfred Jarry faszinierte zu jener Zeit die Surrealisten im Besonderen. Alle haben sie ihn gezeichnet, den birnenförmigen, den komischen und bösartigen, den rundum monströsen König Ubu.
Auch Miró inspirierte die literarische Vorlage mit ihrer simultanen Bedeutungsfülle, ihrer allmächtigen Schöpfungs- und Zerstörungskraft nachhaltig. So widmete er sich ab Mitte der 60er Jahre intensiv König Ubu und illustrierte drei Texte, "Ubu Roi" (1966), "Ubu aux Baléares" (1971) und "L'Enfance d'Ubu" (1975).

Mirós Ubu ist ein Tyrann, ein Undankbarer, ein Feigling, aber vor allem ist er eine Kraft des Chaos. Zwischen Linien und Farb-Explosionen steht der literarische Text, surreale Nicht-Sprache tritt auf Nicht-Bild. Gleich Jarrys Stück, das die Machtgier und Tyrannei seiner Figuren ins Lächerliche und Groteske zieht, schaffen dies auch Mirós herausragende Farblithografien aus der Serie "Ubu Roi". Die sechs hier angebotenen brillanten Blätter bestechen in typischer Miró Manier durch einen subversiven surrealistischen Humor und sind eine Orgie an Form und Farbe.

Original-Farblithografie, 1966. Auflage: 75 Exemplare auf Bütten, nummeriert und handsigniert. Werkverzeichnis Mourlot 406. Motivgröße 41 x 63 cm. Blattformat 54 x 75 cm. Format im Rahmen 68 x 88 cm wie Abbildung.

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1893-1983, spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker

Joan Miró gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Surrealismus. Der Künstler, der den abstrakten Expressionismus maßgeblich beeinflusste, fand selbst zu einer abstrakten Formensprache aus kräftig konturierten surrealen Zeichen, ohne jedoch die Beziehung zum Objekt aufzugeben.

Joan Miró wurde 1893 in der spanischen Kunstmetropole Barcelona geboren. Bereits als Kind erhält er Zeichenunterricht, obwohl sein Vater, ein Goldschmied und Uhrmacher, sich anfänglich sträubt. Er besucht die Handelsschule sowie die Kunstakademie La Llotja, an der knapp zehn Jahre vor ihm schon Pablo Picasso Kunstunterricht erhalten hatte.

1919 ist Miró erstmals in Paris, der Welthauptstadt der Kunst, ab 1921 hat er dort neben Barcelona auch ein eigenes Atelier. Mit dem Gemälde "Der Bauernhof" entsteht schon kurz darauf ein programmatisches Werk - es lässt den Übergang in Mirós Kunst von der realistischen Sichtweise hin zu bildnerischen Traumvisionen nachvollziehbar werden.
In Paris kommt Joan Miró auch in Kontakt zu den wortgewaltigen Surrealisten, unter denen er ein stiller Außenseiter blieb. Trotzdem stellt er 1925 mit ihnen gemeinsam aus. Seine Gemälde werden nun immer abstrakter und zeichenhafter. Eine Reise nach Holland inspiriert ihn zu den "Holländischen Interieurs". Im Jahr darauf, 1928, heiratet er, durchlebt eine künstlerische Krise und will nach eigener Aussage die "Malerei ermorden".

Miró lässt sie am Leben und triumphiert. Seine genau geplanten Bilder werden übersichtlicher, enthalten oft nur noch wenige assoziative Zeichen, Symbole und archetypische Elemente wie Sterne, Vögel und Augen. Sie bestehen immer mehr aus großen, sich überlagernden Flächen in kräftigen Farben, die Mirós Stärke als Kolorist zu Tage treten lassen. Der Bildraum wird immer flächiger. Sie rufen eine fast kindliche Wirkung hervor.

Um 1930 entstehen erste "Papiers Collés", Collagen und Reliefs. Neben dem malerischen wächst auch ein umfangreiches grafisches Werk heran: Lithografien, Radierungen und Holzschnitte machen den Künstler populär. Zudem entstehen surreale Objekte und Keramiken.

Grafik und Keramik bestimmen sein Werk in der ersten Hälfte der 50er-Jahre. Er lebt von nun an in Palma de Mallorca und erhält zahlreiche Aufträge für Wandkeramiken in öffentlichen Gebäuden, so für den Sitz der UNESCO in Paris, das Guggenheim Museum in New York oder die Harvard University in Cambridge, Mass. 1964 wird im südfranzösischen Saint-Paulde-Vence die Fondation Maeght eingeweiht, für deren Garten "Le Labyrinthe" Miró Skulpturen und Keramiken entwirft.

Joan Mirós Werke werden in zahlreichen Ausstellungen weltweit präsentiert. Bereits 1941 findet im Museum of Modern Art in New York die erste Retrospektive statt. Der Künstler erhält vielfache Ehrungen und Auszeichnungen. 1968 erteilt die Stadt Barcelona den Auftrag für den Bau des Miró-Museums, für das sie vierzig Werke vom Künstler als Geschenk erhält.

Hochbetagt stirbt Joan Miró am Weihnachtstag 1983 in Palma de Mallorca.

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Bezeichnung für die von der gegenständlichen Darstellung losgelöste Malerei und Plastik, die sich ab etwa 1910 in immer neuen Stilvariationen über die ganze westliche und Teile der östlichen Welt verbreitete. Als Begründer der abstrakten Kunst gilt der 1866 geborene russische Maler Wassily Kandinsky. Weitere bedeutende Künstler der abstrakten Kunst sind K.S. Malewitsch, Piet Mondrian u.a.

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Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.

Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.

Weiterführende Links:
Heliogravüre
Holzschnitt
Kupferstich
Radierung
Lithografie
Serigrafie

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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