Karl Schmidt-Rottluff:
Bild "Narzissen und Disteln" (1960er Jahre) (Unikat)

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Karl Schmidt-Rottluff:
Bild "Narzissen und Disteln" (1960er Jahre) (Unikat)

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Unikat | signiert | Farbkreide und Tusche auf Papier | gerahmt | Format 93,5 x 74,5 cm

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Karl Schmidt-Rottluff: Bild "Narzissen und Disteln" (1960er Jahre) (Unikat)

Die späten Werke - insbesondere die Stillleben Karl Schmidt-Rottluffs - zeichnen sich durch ein sattes Kolorit aus, dessen Farbflachen mit kräftigen Umrisslinien und partiell auch Binnenzeichnungen eingefangen, lebendig gemacht werden. Das Interesse an der Visualisierung banaler Gegenstande und einer steten formalen Ästhetik hat den Künstler immer wieder zu bemerkenswerten Kompositionen geführt. Den metaphorischen Aspekt der Darstellungen hebt Christiane Remm hervor: "Rückzug auf sich selbst und Ausweg ins offene, mit seiner etablierten weiterhin expressiven Bildsprache und gestischen Lineatur gestaltet Schmidt- Rottluff diese Abbilder des Gesehenen zu einem greifbar sinnlichen Dokument von metaphysischer Gültigkeit."


Farbkreide und Tusche auf Papier, 1960er Jahre. In Tusche unten rechts signiert sowie rückseitig in Farbstift bezeichnet "64/3". Die Arbeit ist im Archiv der Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung dokumentiert. Motivgröße/Blattformat 54 x 40 cm. Format im Rahmen 93,5 x 74,5 cm wie Abbildung.

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1884-1976

Er liebte die Abgeschiedenheit der Natur, die Landschaften von Nord- und Ostsee, die zum Schaffensort und Motiv von Karl Schmidt-Rottluffs Werken wurden. Neben Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner war er Mitbegründer der 1905 entstandenen Künstlervereinigung "Die Brücke". Zeitgleich änderte er seinen Namen durch die Ergänzung seines Geburtsorts Rottluff.

Mit dem Umzug 1911 nach Berlin prägen futuristische, kubistische und afrikanische Einflüsse sein Werk. Der Künstler litt unter der Diffamierung seiner Kunst durch die Nationalsozialisten, die ihm 1936 ein Ausstellungsverbot aussprachen, auf das fünf Jahre später ein Malverbot folgt. Verzweifelt kehrt Schmidt-Rottluff in seine Heimatstadt zurück und nimmt Ende der 1940er Jahre eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin an, durch die er zur Arbeit an großformatigen Aquarellen findet, die charakteristisch für ihn wurden.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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