Ernst Ludwig Kirchner:
Bild "Mann und Frau" (1929/30) (Unikat)

Images

Ernst Ludwig Kirchner:
Bild "Mann und Frau" (1929/30) (Unikat)

Details

7.500,00 EUR

inkl. MwSt. zzgl. Porto

Product Actions

Add to cart options
Bestell-Nr. IN-895137.R1
Lieferzeit: in ca. 3 Wochen

Kurzinfo

Unikat | gestempelt | Tusche u. Bleistift auf Papier | gerahmt | Format 42,5 x 37,5 cm

https://www.kunsthaus-artes.de

Ernst Ludwig Kirchner: Bild "Mann und Frau" (1929/30) (Unikat)

Ernst Ludwig Kirchner trug immer ein Skizzenbuch bei sich. Die spontanen Skizzen gelten als Ausdruck seines ausgeprägten Gestaltungsdrangs. Beim Durchstreifen von Landschaften, auf der Straße, im Kino oder im Zirkus, ständig trug er schwarze Wachstuchhefte mit abgerundeten Ecken und Rotschnitt mit sich, in die er scheinbar ununterbrochen das Gesehene mit Bleistift oder Feder skizzierte.
Von 1900/01 bis in sein Todesjahr 1938 boten sie Platz für den ersten Wurf, für den ersten unmittelbaren Eindruck, den etwas oder jemand beim Künstler hinterlassen hatte. Sie führten den Künstler heran an eine wunderbar schwebende Leichtigkeit: "Was habe ich mich geschunden, das zu vollenden auf der Leinwand, was ich ohne Mühe auf der Skizze hingeworfen hatte und was so vollendet und ruhig war, dass es fertig erschien".

Tusche und Bleistift auf Papier, um 1929/30. Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel und der Inventarnummer versehen. Motivgröße/ Blattformat 20,6 x 16,5 cm. Format im Rahmen 42,5 x 37,5 cm wie Abbildung.

mehr

1880-1938

Ernst Ludwig Kirchner war Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Brücke" und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Zu seinem Œuvre zählen rund 30.000 Gemälde, Zeichnungen, Skizzen und Plastiken.

Wird die Angst eines Menschen übergroß und sein Lebensinhalt nicht nur bedroht sondern ihm auch genommen, dann sieht er oft nur noch einen Ausweg: den selbstgewählten Tod. So erging es Ernst Ludwig Kirchner, der seinem Leben am 15. Juni 1938 auf der Alm oberhalb von Davos mit einem Pistolenschuss ein Ende setzte. Vorher jedoch zerstörte er seine Druckstöcke und einen Großteil seiner Skulpturen aus Angst vor dem Einmarsch deutscher Truppen.

In der Schweiz lebte der gebürtige Aschaffenburger - er erblickte am 6. Mai 1880 das Licht der Welt - seit dem 13. Oktober 1918. Schwere Depressionen und Medikamentenmissbrauch veranlassten seine Freunde ihn nach wiederholten Sanatoriumsaufenthalten in Deutschland an den Arzt Ludwig Spengler in Davos zu vermitteln.
Der erste Weltkrieg, für den Kirchner sich „freiwillig unfreiwillig“ meldete, löste erstmals seine Angstzustände aus. Besonderes Zeugnis dieser inneren Befindlichkeit wurde sein „Selbstportrait als Soldat“ von 1915.

Kirchner war ein Maler, der immer seine unmittelbare Umgebung in Öl, im Holzschnitt, in der Radierung und auch in der Skulptur wiedergab. So ist sein Werk durch mehrere Phasen gegliedert: Als Mitbegründer der Künstlervereinigung "Brücke" 1905 vertrat er eine stark buntfarbige und expressive Malerei, deren Thematiken vor allem die sogenannten "Viertelstunden-Akte" sowie Stadtszenen Dresdens und Berlins ausmachen. Mit der "Entdeckung" der Freilichtmalerei gelangten die Akte vom Atelier ins Freie: 1904 an die Moritzburger Seen, ab 1908 nach Fehmarn.
Kirchner wählte dann nach Auflösung der "Brücke" 1913 als neues Motiv die Berliner Straßenszenen, die mit harten Strichen und schwarzem Kontur das Milieu der Kokotten wiedergeben. Die paradiesische Landschaftsmalerei wich damit für eine lange Zeit dem kritischen Blick auf die Randgruppen der Gesellschaft.
Erst in der Schweiz fand er wieder zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Die Schweizer Bilder der 20er Jahre bestechen durch Farbharmonien und fließende Formen.

Neben der Malerei und Grafik widmete sich der in einer Almhütte lebende Künstler auch der Skulptur. Jedoch die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die Diffamierung von 639 seiner Werke als „Entartete Kunst“ schürten abermals die Ängste des sensiblen Künstlers und führten ihn in die Katastrophe.

mehr

Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

mehr
Zuletzt angesehen