Gustav Klimt:
Bild "Sitzender Akt, nach vorne gelehnt" (1914) (Unikat)

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Gustav Klimt:
Bild "Sitzender Akt, nach vorne gelehnt" (1914) (Unikat)

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Unikat | Rückseitig mit Authentifizierung des Bruders Georg Klimt | Zeichnung auf Japanpapier | gerahmt | Format 80 x 60 cm

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Gustav Klimt: Bild "Sitzender Akt, nach vorne gelehnt" (1914) (Unikat)

Gustav Klimt wächst 1862 in Wien auf und erlebt damit eine Zeit, in der Literatur, Musik, Architektur und die Bildende Kunst ihren Höhepunkt erleben. Neben Paris und London gilt Wien als einer der Geburtsorte der Moderne - eine Stadt, die auch Klimt bedeutend prägt. Er gehört zu den Gründern der Wiener Secession, eine Künstlergruppe, die sich von dem konservativen Wiener Künstlerhaus und dem Historismus abgrenzen wollte. Seine Gemälde befinden sich heute unter anderem im Kunsthistorischen Museum Wien, in der Wiener Secession und in der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom. Immer wiederkehrender Gegenstand seiner künstlerischen Arbeitsweise ist der Mensch. Dabei steht stets die sinnliche und erotische Darstellung von Frauen im Vordergrund. Die hier angebotene, filigrane Bleistiftzeichnung, auf welcher Klimt mit nur den nötigsten, aber äußerst präzisen Strichen eine unbekleidete Frau entstehen lässt, entstammt seiner letzten Schaffensphase.

Zeichnung auf Japanpapier, 1914. Unikat. Rückseitig mit Authentifizierung des Bruders Georg Klimt versehen "von meinem Bruder Gustav Klimt gezeichnet (aus der letzten Zeit) / Georg Klimt". Dr. Bisanz-Prakken hat bestätigt, dass das Werk in das Ergänzungsheft des Werkverzeichnisses aufgenommen wird. Motivgröße/Blattformat 57 x 37.5 cm. Format im Rahmen 80 x 60 cm wie Abbildung.

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1862-1918, österreichischer Maler, berühmter Vertreter des Wiener Jugendstils

Als Gustav Klimt (1862-1918) schon längst ein renommierter Künstler war, den Jugendstil der Wiener Ringstrasse durch seine Wandgemälde entscheidend geprägte hatte und Mitbegründer der Wiener Secession war, entstand sein "Goldener Stil". Durch byzantinische Mosaiken inspiriert, fügte er ornamentale Farbflächen in ein goldenes Bett wie gefasste Edelsteine. In seinen Bildprogrammen beschreibt Klimt den Lebensweg des Menschen, der, durch die Triebe negativ beeinflusst, seine Erlösung in dem Kuss findet. Die Körperdarstellungen besitzen eine subtile Erotik, gleichwohl deren Gestalten sich auflösen in ornamentalen, geometrischen Farbflächen. Dieses Stilprinzip wendet er nicht nur an für seine Paardarstellungen, sondern auch bei den Porträts reicher Damen und den Landschaftsbildern. Dieser flächige Stil ist heute Inbegriff für die intensivfarbige Kunst Klimts, die sein Werk aber erst ab 1905 charakterisiert.

Klimt verstand sich nicht nur auf Gold und Opulenz, er war auch ein genialer Zeichner. Er produzierte im Laufe seines Lebens zahlreiche Zeichnungen. Meist als Vorstudien zu größeren Werken.

Der Sohn eines Graveurs erlernte sein Handwerk an der Wiener Kunstgewerbeschule. Noch auf der Suche nach einem eigenen Ausdruck, ist sein frühes Werk geprägt von dem Historismus Hans Makarts, dem Künstlerfürsten der Donaumonarchie des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eine Künstlergemeinschaft mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch bildend, erhielten die jungen Maler zahlreiche Aufträge für die Ausgestaltung der neuen Gebäude an der Wiener Ringstraße. Die Treppenhäuser des Wiener Burgtheaters oder des Kunsthistorischen Museums legen Zeugnis von dem historistischen Stil dieses Gemeinschaftsateliers ab.

Wie so viele junge und aufgeschlossene Künstler des Fin de Siècle wandte sich auch Gustav Klimt Ende der 1890er Jahre von der akademischen Tradition ab. Er gründete 1897 mit anderen Künstlern die "Wiener Secession", der er bis zu seinem Austritt 1905 als Präsident vorstand. Das eigene Ausstellungsgebäude der Secession ist auch heute noch Ort und Tempel für die neue junge Kunst.

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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