Joan Miró:
Bild "Femme, étoile" (1978) (Unikat)

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Bild "Femme, étoile" (1978) (Unikat)

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Unikat | signiert | Bleistift und Farbstift | gerahmt | Format 39,5 x 28,5 cm

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Joan Miró: Bild "Femme, étoile" (1978) (Unikat)

Gegen Ende der künstlerischen Laufbahn Joan Mirós entstanden, ist die Zeichnung "Femme, étoile" aus dem Jahr 1978 emblematisch für seine lebenslange Auseinandersetzung mit Figuration und Abstraktion. Dennoch ist für Miró "… Form nie etwas Abstraktes. Sie hat immer eine Bedeutung. Sie ist immer ein Mensch, ein Vogel oder sonst etwas. Für mich ist Malerei niemals Form um der Form willen." Die Werke seiner letzten Lebensjahre sind geprägt von kindlicher Spontaneität und freiem Ausdruck. Das vorliegende Unikat der Frau mit Stern ist ein wunderbares Beispiel für das für Miró so charakteristische Kombinieren einer verspielten, lockeren Linienführung, die an die "Écriture automatique" der Surrealisten erinnert – mit kraftvollen Bögen, die die Betonung von Gestus und Bewegung des abstrakten Expressionismus hervorrufen. In den 1970er-Jahren begann Miró damit, gefühlvoller und zurückhaltender mit Farbe umzugehen, wovon auf dieser Arbeit der der kolorierte Kreis zur Linken der Dame zeugt. Das einzigartige Blatt aus dem Spätwerk des Künstlers erweitert jede Miró-Sammlung um ein Glanzstück.

Bleistift und Farbstift, 1978. Signiert. Motivgröße/ Blattformat 27,5 x 19,5 cm. Format im Rahmen 39,5 x 28,5 cm wie Abbildung.

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1893-1983, spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker

Joan Miró gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Surrealismus. Der Künstler, der den abstrakten Expressionismus maßgeblich beeinflusste, fand selbst zu einer abstrakten Formensprache aus kräftig konturierten surrealen Zeichen, ohne jedoch die Beziehung zum Objekt aufzugeben.

Joan Miró wurde 1893 in der spanischen Kunstmetropole Barcelona geboren. Bereits als Kind erhält er Zeichenunterricht, obwohl sein Vater, ein Goldschmied und Uhrmacher, sich anfänglich sträubt. Er besucht die Handelsschule sowie die Kunstakademie La Llotja, an der knapp zehn Jahre vor ihm schon Pablo Picasso Kunstunterricht erhalten hatte.

1919 ist Miró erstmals in Paris, der Welthauptstadt der Kunst, ab 1921 hat er dort neben Barcelona auch ein eigenes Atelier. Mit dem Gemälde "Der Bauernhof" entsteht schon kurz darauf ein programmatisches Werk - es lässt den Übergang in Mirós Kunst von der realistischen Sichtweise hin zu bildnerischen Traumvisionen nachvollziehbar werden.
In Paris kommt Joan Miró auch in Kontakt zu den wortgewaltigen Surrealisten, unter denen er ein stiller Außenseiter blieb. Trotzdem stellt er 1925 mit ihnen gemeinsam aus. Seine Gemälde werden nun immer abstrakter und zeichenhafter. Eine Reise nach Holland inspiriert ihn zu den "Holländischen Interieurs". Im Jahr darauf, 1928, heiratet er, durchlebt eine künstlerische Krise und will nach eigener Aussage die "Malerei ermorden".

Miró lässt sie am Leben und triumphiert. Seine genau geplanten Bilder werden übersichtlicher, enthalten oft nur noch wenige assoziative Zeichen, Symbole und archetypische Elemente wie Sterne, Vögel und Augen. Sie bestehen immer mehr aus großen, sich überlagernden Flächen in kräftigen Farben, die Mirós Stärke als Kolorist zu Tage treten lassen. Der Bildraum wird immer flächiger. Sie rufen eine fast kindliche Wirkung hervor.

Um 1930 entstehen erste "Papiers Collés", Collagen und Reliefs. Neben dem malerischen wächst auch ein umfangreiches grafisches Werk heran: Lithografien, Radierungen und Holzschnitte machen den Künstler populär. Zudem entstehen surreale Objekte und Keramiken.

Grafik und Keramik bestimmen sein Werk in der ersten Hälfte der 50er-Jahre. Er lebt von nun an in Palma de Mallorca und erhält zahlreiche Aufträge für Wandkeramiken in öffentlichen Gebäuden, so für den Sitz der UNESCO in Paris, das Guggenheim Museum in New York oder die Harvard University in Cambridge, Mass. 1964 wird im südfranzösischen Saint-Paulde-Vence die Fondation Maeght eingeweiht, für deren Garten "Le Labyrinthe" Miró Skulpturen und Keramiken entwirft.

Joan Mirós Werke werden in zahlreichen Ausstellungen weltweit präsentiert. Bereits 1941 findet im Museum of Modern Art in New York die erste Retrospektive statt. Der Künstler erhält vielfache Ehrungen und Auszeichnungen. 1968 erteilt die Stadt Barcelona den Auftrag für den Bau des Miró-Museums, für das sie vierzig Werke vom Künstler als Geschenk erhält.

Hochbetagt stirbt Joan Miró am Weihnachtstag 1983 in Palma de Mallorca.

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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