Andy Warhol:
Bild "Marilyn Monroe F.S. II 23" (1967)

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Andy Warhol:
Bild "Marilyn Monroe F.S. II 23" (1967)

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Bestell-Nr. IN-908730.R1

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Limitiert, 250 Exemplare | handsigniert | nummeriert | Farbserigrafie auf Papier | gerahmt | Format 103,5 x 103,5 cm

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Andy Warhol: Bild "Marilyn Monroe F.S. II 23" (1967)

Der Kunsthistoriker Robert Rosenblum nannte Andy Warhol den "Hofmaler der 70er". Die unverwechselbaren Siebdrucke der „Stars und Sternchen“, der Unternehmer und gesellschaftlichen Oberschicht bedeuteten eine Nobilitierung der Dargestellten.

Kaum ein Kunstwerk ist weltweit so gesucht, wie die "Marilyn" Siebdrucke aus dem Portfolio von 1967. Als Ausgangsbild für diese Serigrafien, die zu Ikonen der Pop Art avanciert sind, wählte Warhol ein Pressefoto des Leinwandstars, das 1953 im Rahmen der Dreharbeiten zum Film "Niagara" entstanden war und das er 1962, kurz nach dem Tod Monroes, vom Fotografen Gene Korman erworben hatte.

Warhol schnitt die untere Partie des Brustbildes ab und ließ davon in seiner legendären Factory eine Siebdruckvorlage herstellen. Durch das mehrfache Durchdrucken der grellen Farben entstehen die charakteristischen Farb- und Formüberlagerungen.

Original-Farbserigrafie 1967, Auflage: 250 Exemplare auf Papier, rückseitig handsigniert mit Bleistift und mit Stempel nummeriert. Motivgröße/Blattformat 91,5 x 91,5 cm. Format im Rahmen 103,5 x 103,5 cm wie Abbildung.

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1928-1987

Andy Warhol war Amerikas berühmtester Künstler. Er galt als Revolutionär, Exzentriker und Erfinder der Pop-Art und war alles zugleich. Die Kunstkritik feiert ihn mit Prädikaten, wie sie noch keinem Künstler verliehen wurden - nicht einmal Pablo Picasso oder Salvador Dali. Dazu Alfred Nemeczek: "Sie (die Prädikate) reichten vom "Pop-Star" zum "Pop-Artisten", erhoben das "Pop-Genie" vom "Pop-Fürsten" zum "Prinzen des Pop" und weiter empor zum "Pop-König", "Pop-Zaren" und "Großmogul". Aber auch "Hohepriester" und "Papst des Pop" ist der "Picasso of Pop-art" getauft worden". (Künstler - Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst)

Warhol wurde 1928 in Pittsburgh geboren und verstarb 1987 in New York. Der Sohn tschechischer Einwanderer ging nach der High School als Werkstudent an das Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh. 1949 ließ er sich in New York nieder, um drei Jahre später mit seinen Arbeiten in der Hugo Gallery zu debütieren. Bis dahin arbeitete er noch als Werbegrafiker für Modezeitschriften und entwarf Weihnachtskarten, LP-Covers und Wetterkarten für das Fernsehen. Bald darauf hatte der Künstler jedoch die Idee Gegenstände des alltäglichen Lebens in das Zentrum seiner Bildmotive zu rücken. Die Grafik bot ihm dafür das Medium und es entstanden begehrte Kultobjekte.

Die bekanntesten Siebdrucke sind die Bilder der rot-weißen Suppendosen von Campbell sowie der Zwei-Dollar-Note. Mit diesen Werken gehört Warhol zu den Künstlern, die seit den 50er Jahren in den USA und England radikal mit der Kunsttradition brachen und eine neue Kunstrichtung, die Pop-Art schufen.

Roy Lichtenstein und Tom Wesselman gehören neben Warhol zu den amerikanischen Vertretern, die ihre Bildthemen in der Welt der Werbung, des Comics und in den Superstars Hollywoods suchten. Elvis Presley, Jackie Kennedy und Marilyn Monroe wurden zu Ikonen in Warhols Bilderrepertoire.

Die Erhebung der alltäglichen Motive zu einem Kunstgegenstand gibt diesem die Gelegenheit einen Grad an Aufmerksamkeit zu erhalten, den es als immer wieder verwendeter Sache nie hat. Warhol forderte durch seine Art der fotografischen Wiedergabe des Objektes, dass es durch sich selbst wirken muss. Auch die Werke, in denen er Wiederholungen des gleichen Motivs umsetzte, erheben diesen Anspruch und wirken aber zusätzlich durch seine farblichen Umgestaltungen.

Der Künstler sieht die Welt wie sie ist und stellt sie dar: "Ich bin außerordentlich passiv. Ich nehme die Dinge, wie sie sind. Ich schaue bloß zu, ich beobachte die Welt."

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In den frühen 1950er Jahren ging ein Ruck durch die Kulturszene. Junge Künstler aus den USA und England brachen - völlig unabhängig voneinander - mit allen Traditionen des Kunstschaffens und verhalfen der Moderne zu einer neuen Kunstrichtung.

In den USA waren es Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Tom Wesselmann und James Rosenquist, die sich die Welt der Werbung und Comics, im Starkult und in der anonymen Großstadtkultur ihre Themen suchten. Mit greller Farbgebung Überdimensionierung und manipulierender Tiefenperspektive schufen sie neue provozierende Werke, die den Geist der Zeit atmeten. Richard Hamilton und Eduardo Paolozzi wurden durch die berühmte Ausstellung ‚This is Tomorrow' in der Londoner White Chapel Art Gallery zu den Wegbereitern des Pop-Art in England. Ihnen folgten in den 1960er Jahren David Hockney, Allan Jones, Peter Phillips und Derek Boshier nach.

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