Jochen Plogsties:
Bild "4_20 (Sibylle von Kleve als Braut)" (2020) (Unikat)

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Jochen Plogsties:
Bild "4_20 (Sibylle von Kleve als Braut)" (2020) (Unikat)

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Kurzinfo

Unikat | signiert | datiert | Öl auf Leinwand | ungerahmt | Format 260 x 200 cm

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Jochen Plogsties: Bild "4_20 (Sibylle von Kleve als Braut)" (2020) (Unikat)

Bei der hier vorliegenden Arbeit "4_20 (Sibylle von Kleve als Braut)" bezieht sich Jochen Plogsties auf ein Gemälde erhältlich um 1526 aus der Hand von Lucas Cranach.
Seinen neuesten Arbeiten legt er, ausgehend von der Beschäftigung mit der Komposition altmeisterlicher Gemälde, ein auf dem Fünfeck basierendes Ornament zugrunde. Dieses geometrisch-ideelle Gerüst steht im Kontrast und verwebt sich gleichzeitig mit dem Sujet, ein Ornament aus dem Morgenland, mit dem sich Motive des Abendlandes verknüpfen.
Diese durch den Künstler offengelegte kristallähnliche Struktur zeigt die Grundarchitektur des Bildes im Verhältnis zum Motiv.

Öl auf Leinwand, 2020. Rückseitig signiert und datiert. [Nach: Lucas Cranach der Ältere, Prinzessin Sibylle von Kleve als Braut, 55 x 37 cm, Öl auf Holz, nach 1526, Schlossmuseum, Weimar. In: Eberhard Ruhmer, Cranach, London 1963, Tafel 19.] Ungerahmt. Format auf Keilrahmen gespannt 260 x 200 cm.

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Jochen Plogsties studierte 1997 bis 2003 an der Kunsthochschule Mainz, wechselte dann an die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Bis 2006 studierte er bei Arno Rink und Neo Rauch. 2006–2008 war er Meisterschüler bei Neo Rauch.

Jochen Plogsties (*1974) malt Reproduktionen bestehender Reproduktionen mehr oder weniger bekannter Kunstwerke und irritiert so die Sehgewohnheiten des Betrachters. Als Vorlagen dienen ihm dabei Postkarten, Katalogabbildungen von Meisterwerken der Kunstgeschichte, Schallplattenhüllen und Magazin-Cover. Schlüsselbilder der Gegenwartsfotografie werden ebenso zum Gegenstand seiner Malerei wie Bildmaterial aus den Fluten der sozialen Medien.
Plogsties sensibilisiert mit den Mitteln zeitgenössischer Malerei und seinen ‚Rückübersetzungen‘ von Kunstreproduktionen in Gemälde für Prozesse und Varianzen von künstlerischer Aneignung. Anhand von Werken aus allen Epochen der Kunstgeschichte werden Bildstrategien re-kondensiert.

Der Künstler lebt und arbeitet in Leipzig, sein Atelier befindet sich auf dem Gelände der rennomierten Baumwollspinnerei.

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Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).

Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.

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