Otto Dix:
Bild "Hofkirche in Dresden (1955)

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Bestell-Nr. IN-920466.R1

Kurzinfo

Limitiert, 25 Exemplare | signiert | nummeriert | bezeichnet | datiert | Farblithografie und Bütten | gerahmt | Format 72 x 86 cm

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Otto Dix: Bild "Hofkirche in Dresden (1955)

Die späte Schaffensphase des Malers und Grafikers Otto Dix wird dominiert von den Techniken der Alla-Prima-Malerei und der Lithografie.
In der Zeit zwischen 1947 und 1968 fuhr Dix jedes Jahr im Sommer für ein paar Wochen nach Dresden. Dort fertigte er sein umfangreiches lithografisches Spätwerk, zu welchem der hier angebotene Farbflachdruck der Katholischen Hofkirche zählt. Diese direkt am Altstädter Elbufer gelegene, 1751 geweihte Kathedrale ist mit ihrer Größe und ihrer spätbarocken Gestaltung nicht einfach nur eine Stadtpfarrkirche, sondern zeitgleich eines der prägenden Wahrzeichen der imposanten barocken Dresdner Altstadt.

Die gewählte Perspektive des Künstlers auf die Hofkirche verrät den Betrachterinnen und Betrachtern, dass dieser sich auf der Brühlschen Terrasse unmittelbar vor den Toren der Kunstakademie befindet. Und so gewinnt dieser hervorragende Druck eine ganz persönliche Note, erinnert er doch an Dix' Tage als Professor an ebendieser Hochschule.

Farblithografie, 1955. Auflage: 25 Exemplare auf Bütten, datiert, bezeichnet und handsigniert. Werkverzeichnis Karsch 212 A. Motivgröße 48 x 66 cm. Blattformat 51,5 x 76,5 cm. Format im Rahmen 72 x 86 cm wie Abbildung.

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1891-1969

Otto Dix, 1891 in Gera geboren, studierte an der Kunstgewerbeschule in Dresden und diente als Freiwilliger im 1. Weltkrieg. Während dieser Zeit entstanden Gouachen und Zeichnungen, die das Kriegsgeschehen thematisierten. Mit der Rückkehr aus dem Krieg studierte er ein weiteres Mal.

Nach künstlerischen Ausflügen in den Expressionismus, Futurismus und Dadaismus fand Dix seinen eigenen Stil in einem überzogenen Realismus, mit dem er der Gesellschaft den Spiegel vorhielt. Als einer der Hauptprotagonisten der Neuen Sachlichkeit wurde Dix zu einem der bekanntesten deutschen Künstler und einem der Chronisten seiner Zeit. Weltberühmt ist ein "Großstadt-Triptychon" (1927/28), mit dem Dix einen Klassiker der Neuen Sachlichkeit schuf.

1933 verlor Dix, aufgrund der Diffamierung durch die Nationalsozialisten, seine Professur an der Kunstakademie in Dresden, woraufhin es ihn in den Süden Deutschlands zog, wo überwiegend Landschaftsdarstellungen entstanden.

In seinem späten Werk nach 1945 kehrt Dix zurück zur expressionistischen Ausdrucksweise seiner Anfangsjahre und wendet sich von der Lasurmalerei hin zur Alla-Prima-Malerei und den Lithografien.

In seinem grafischen Spätwerk lassen sich Tierbildnisse mit experimenteller Linienführung und Farbgebung finden, die eine Reihe von technisch unterschiedlichen, expressiven Werken mit demselben Motiv zeigen - Katze und Hahn. Ab 1949 beginnt er den Hahn als eines seiner Sujets zu entdecken, welches in den Folgejahren immer wieder in seinen Werken auftaucht, wie in den Bleistiftzeichnungen auf Aquarellbütten "Bodensee, Landschaft mit Hahn" von 1954 und "Hahn vor Sonnenaufgang" von 1950-1955 sowie "Petrus und der Hahn", eine Farblithografie von 1958.

Sein ambivalenter wie engagierter Realismus hat bis heute nicht an Brisanz verloren. "Ich bin bemüht, in meinen Bildern zur Sinngebung unserer Zeit zu gelangen, denn ich glaube, ein Bild muss vor allem einen Inhalt, ein Thema ansprechen. Malen ist ein Versuch, Ordnung zu schaffen, Kunst ist für mich Bannung."

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Sammelbegriff für die Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten heute zu den anerkannten Werken unserer Zeit gehören, wie Pablo Picasso, Salvador Dalí, Joan Miró, Marc Chagall etc.

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Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.

Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.

Weiterführende Links:
Heliogravüre
Holzschnitt
Kupferstich
Radierung
Lithografie
Serigrafie

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