Georg Baselitz:
Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)
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Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)
Georg Baselitz:
Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)

Kurzinfo

Unikat | signiert | datiert | Aquarell und Tusche auf Karton | gerahmt | Format 87,5 x 66,5 cm

Bestell-Nr. IN-918543.R1
Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)
Georg Baselitz: Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)

Detailbeschreibung

Bild "Ohne Titel" (1998) (Unikat)

Die hier angebotene, auf 1998 datierte und von Georg Baselitz signierte Aquarell- und Tuschearbeit besticht durch einen unbekümmerten Stil und weist zugleich eines der wohl prominentesten Elemente seiner Kunst, die Motivdrehung, auf.

Neben seinen Gemälden erfreuen sich auch die Papierarbeiten von Baselitz großer Beliebtheit - so widmete beispielsweise das Kunstmuseum Basel 2018 dem Künstler anlässlich seines 80. Geburtstags eine umfangreiche Werkschau und zeigte 100 einzigartige Zeichnungen und Aquarelle aus dessen OEuvre.

Aquarell und Tusche auf Karton, 1998. Signiert und datiert. Motivgröße/Blattformat 70,3 x 49,7 cm. Format im Rahmen 87,5 x 66,5 cm wie Abbildung.

Porträt des Künstlers Georg Baselitz

Über Georg Baselitz

Vielen ist der in Sachsen geborene Maler und Bildhauer Georg Baselitz vor allem ein Begriff, weil seine Motive auf dem Kopf stehen - sein unverwechselbares Markenzeichen seit Anfang der 1970er-Jahre. Bei seiner Suche nach "dem Bild hinter dem Bild" (Baselitz) schafft er damit eine völlig neue Sehweise.

Doch Baselitz stellt nicht nur in der Kunst alles auf den Kopf, er übernimmt auch sonst gern die Rolle des Querulanten und Provokateurs. Er nennt ehemalige DDR-Staatskünstler "Arschlöcher", glaubt nicht, dass Frauen malen können und bezeichnet die documenta als "Paralympics".

Seine rebellische Ader verhagelte ihm dann auch den Beginn seines Studiums: Wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" wurde er 1957 der Ost-Berliner Hochschule für Bildende Künste verwiesen, und das, weil er sich bei seinen Arbeiten an einem ganz Großen orientierte - Pablo Picasso: "Es gab ein Riesenentsetzen. Picasso, dachte ich immer, ist der große Kommunist. So wurde der von unseren Parteigenossen aber gar nicht mehr gesehen. Für die war er ein dekadenter westlicher Maler, ein auslaufendes Modell. Wegen Picasso flog ich aus der Schule raus.", erzählt der Maler 2007 im Spiegel.

Kurz darauf übersiedelte Baselitz nach West-Berlin, arbeitete aber auch hier entgegen aller künstlerischer Trends. Statt auf die abstrakte Malerei setzte er auf figurative, teils drastische Darstellungen und erntete damit Unverständnis und Ignoranz.

Den vorläufigen Höhepunkt der Provokation stellte dann seine erste Einzelausstellung 1963 dar, bei der er der prüden Berliner Gesellschaft nackte und masturbierende Männer vorsetzte. Es folgten Beschlagnahmungen, staatsanwaltliche Untersuchungen und jede Menge negativer Schlagzeilen in der Presse. Doch der allgemeine Wirbel hatte einen angenehmen Nebeneffekt: Über Nacht wusste jeder, wer Georg Baselitz war.

Georg Baselitz, der als Hans-Georg Kern 1938 in Deutschbaselitz (Sachsen) geboren wurde, zählt heute zur Spitze der internationalen Kunstszene. Seine Werke sind in allen bedeutenden Museen und Sammlungen der Welt vertreten. Unter anderem wurde der Künstler mit dem Kaiserring-Kunstpreis der Stadt Goslar ausgezeichnet. Baselitz lehrte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Hochschule der Künste Berlin, derzeit lebt und arbeitet er in Inning am Ammersee.

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