Georges Braque:
Bild "Coupe de fruits" (1955)
Proportionsansicht
Bild "Coupe de fruits" (1955)
Georges Braque:
Bild "Coupe de fruits" (1955)

Kurzinfo

Limitiert, 300 Exemplare | nummeriert | signiert | Farblithografie auf Papier | gerahmt | Format 54 x 64 cm

Bestell-Nr. IN-936775.R1
Bild "Coupe de fruits" (1955)
Georges Braque: Bild "Coupe de fruits" (1955)

Detailbeschreibung

Bild "Coupe de fruits" (1955)

Einen besonders wichtigen Stellenwert nimmt das Motiv des Stilllebens im OEuvre von Georges Braque ein. Das vorliegende Werk zeugt von der intensiven Auseinandersetzung mit diesem klassischen Sujet und dessen Vanitas-Symbolik. Insbesondere die Künstler des Barock gestalteten opulente Stillleben, die die Vergänglichkeit des Lebens vergegenwärtigen sollten, und etablierten dieses Genre in der Bildenden Kunst.

Die Arbeit stammt aus einer für den Künstler besonders erfolgreichen Periode: Braque erhielt 1953 von George Salles, dem Direktor der Musées de France, den Auftrag, im Louvre ein Deckengemälde anzufertigen. Im Jahr darauf gestaltete er ein Glasfenster der Kirche von Varengeville-sur-Mer sowie Dekorationen in einer Kapelle in Saint-Paul-de-Vence.

Original-Farblithografie nach einem Gemälde von Georges Braque, circa 1955. Auflage: 300 Exemplare auf Archespapier, nummeriert und handsigniert. Werkverzeichnis Guy Spitzer, éditeur d'art, p. 26. Motivgröße 23,6 x 35 cm. Blattformat 46 x 57,5 cm. Format im Rahmen 54 x 64 cm wie Abbildung.

Über Georges Braque

1882-1963

Georges Braque, der Revolutionär der Moderne und Klassiker der französischen Kunst, hinterließ ein großartiges druckgrafisches Werk: etwa 300 Radierungen, Kupferstiche, Lithografien und Buchillustrationen. Sein Lebenswerk zeugt nicht nur von einer außergewöhnlichen Experimentierfreude, sondern auch von einer höchst eigenwilligen bildnerischen Fantasie und Gestaltungskraft.

Von Braque stammt die wesentliche Feststellung: "Man muss sich mit dem Entdecken begnügen und auf das Erklären verzichten. In der Kunst zählt nur eines: das, was man nicht erklären kann. Ein Werk, von dem keine magische Wirkung ausgeht, ist kein Kunstwerk."

Vor dem ersten Weltkrieg entstand 1908 in Frankreich der Kubismus, dessen Väter Georges Braque und sein Freund und Weggenosse Pablo Picasso waren. Aus dem Krieg zurückgekehrt ging Braque, der am 13.5.1882 in Argenteuils-sur-Seine geboren wurde, jedoch andere künstlerische Wege als Picasso, die ihn wiederum mit Henri Laurens und Juan Gris verbanden.

In den kubistischen Bildern waren die Gitarre, Vasen und Tische zentrale Motive. Die reinen Farben, die noch seine frühen fauvistischen Landschaftsbilder beherrschten, mussten einer grau-braunen Palette weichen. Als Gegenpol zum Kubismus entwickelte Braque die Collagen, die mit Tapetenresten und Zeitungsausschnitten eine neue Bildrealität schufen. Es folgten dann in den 30er Jahren noch einmal Landschaften, die jedoch von einem stilllebenartigen Aufbau zeugen. Ab 1938 wurde für den Künstler das traditionelle Thema des Ateliers von Bedeutung, das er durch das Vogelmotiv um eine mystische Komponente bereicherte.

In seinen letzten Lebensjahren präsentierte sich der Künstler nicht nur als Maler und Bildhauer, sondern auch als Schmuckdesigner. Seine "Bijou Braque" verbinden die Juwelierkunst mit dem Anspruch des Künstlerischen. Er verarbeitete griechische Motive in über 100 Entwürfen. Ein Dutzend daraus wurden sogar vom französischen Staat angekauft. Seine Kunst war derart angesehen, dass ihm als ersten Künstler 1961 noch zu Lebzeiten eine Ausstellung im Louvre gewidmet wurde. Als Braque dann am 31.8.1963 in Paris starb, machte der französische Kultusminister André Malraux seinen Stellenwert noch einmal deutlich: "Er ist mit demselben Recht im Louvre zu Hause wie der Engel von Reims in seiner Kathedrale."

Die Verschneidungen und Durchdringungen in den Werken Braques erscheinen nicht intensiv räumlich, sondern sind ein Bestandteil der Bildebene. Deshalb wirken seine Bilder ästhetisch und sensibel. Das Sehen wird "aktiviert", der Bildeindruck ist immer mehrdeutig. Die Motive sind zu farbigen und formalen Strukturen aufgelöst. Die Form der Dinge hat eine Eigenständigkeit und ist zugleich in größere Konstellationen eingebunden. Alle bedeutenden Museen zeigen sein Werk an exponierter Stelle.

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