Georges Braque:
Bild "Vase de fleurs" (um 1950)
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Bild "Vase de fleurs" (um 1950)
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Kurzinfo

Limitiert, gesamt 250 Exemplare | nummeriert | signiert | Farbradierung auf Bütten | gerahmt | Format 82,5 x 62,5 cm

inkl. jeweils geltender MwSt. zzgl. Porto

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Bild "Vase de fleurs" (um 1950)
Georges Braque: Bild "Vase de fleurs" (um 1950)

Detailbeschreibung

Bild "Vase de fleurs" (um 1950)

Ein Thema in der Kunst von Georges Braque war das Sujet des Stilllebens, welches er sowohl in seinen Gemälden als auch in seinen Druckgrafiken ab 1929, vor allem jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod im Jahr 1963 untersuchte. Die hier angebotene Arbeit "Vase de fleurs" aus den frühen 1950er-Jahren zeugt von dieser intensiven Auseinandersetzung mit einer der traditionellsten Bildgattungen der Kunstgeschichte.

Original-Farbaquatintaradierung, Anfang der 1950er-Jahre. Auflage: 200 Exemplare arabisch nummeriert + 50 Exemplare römisch nummeriert auf Bütten, handsigniert. Motivgröße 47,5 x 28,5 cm. Blattformat 64,5 x 49,5 cm. Format im Rahmen 82,5 x 62,5 cm wie Abbildung.

Über Georges Braque

1882-1963

Georges Braque, der Revolutionär der Moderne und Klassiker der französischen Kunst, hinterließ ein großartiges druckgrafisches Werk: etwa 300 Radierungen, Kupferstiche, Lithografien und Buchillustrationen. Sein Lebenswerk zeugt nicht nur von einer außergewöhnlichen Experimentierfreude, sondern auch von einer höchst eigenwilligen bildnerischen Fantasie und Gestaltungskraft.

Von Braque stammt die wesentliche Feststellung: "Man muss sich mit dem Entdecken begnügen und auf das Erklären verzichten. In der Kunst zählt nur eines: das, was man nicht erklären kann. Ein Werk, von dem keine magische Wirkung ausgeht, ist kein Kunstwerk."

Vor dem ersten Weltkrieg entstand 1908 in Frankreich der Kubismus, dessen Väter Georges Braque und sein Freund und Weggenosse Pablo Picasso waren. Aus dem Krieg zurückgekehrt ging Braque, der am 13.5.1882 in Argenteuils-sur-Seine geboren wurde, jedoch andere künstlerische Wege als Picasso, die ihn wiederum mit Henri Laurens und Juan Gris verbanden.

In den kubistischen Bildern waren die Gitarre, Vasen und Tische zentrale Motive. Die reinen Farben, die noch seine frühen fauvistischen Landschaftsbilder beherrschten, mussten einer grau-braunen Palette weichen. Als Gegenpol zum Kubismus entwickelte Braque die Collagen, die mit Tapetenresten und Zeitungsausschnitten eine neue Bildrealität schufen. Es folgten dann in den 30er Jahren noch einmal Landschaften, die jedoch von einem stilllebenartigen Aufbau zeugen. Ab 1938 wurde für den Künstler das traditionelle Thema des Ateliers von Bedeutung, das er durch das Vogelmotiv um eine mystische Komponente bereicherte.

In seinen letzten Lebensjahren präsentierte sich der Künstler nicht nur als Maler und Bildhauer, sondern auch als Schmuckdesigner. Seine "Bijou Braque" verbinden die Juwelierkunst mit dem Anspruch des Künstlerischen. Er verarbeitete griechische Motive in über 100 Entwürfen. Ein Dutzend daraus wurden sogar vom französischen Staat angekauft. Seine Kunst war derart angesehen, dass ihm als ersten Künstler 1961 noch zu Lebzeiten eine Ausstellung im Louvre gewidmet wurde. Als Braque dann am 31.8.1963 in Paris starb, machte der französische Kultusminister André Malraux seinen Stellenwert noch einmal deutlich: "Er ist mit demselben Recht im Louvre zu Hause wie der Engel von Reims in seiner Kathedrale."

Die Verschneidungen und Durchdringungen in den Werken Braques erscheinen nicht intensiv räumlich, sondern sind ein Bestandteil der Bildebene. Deshalb wirken seine Bilder ästhetisch und sensibel. Das Sehen wird "aktiviert", der Bildeindruck ist immer mehrdeutig. Die Motive sind zu farbigen und formalen Strukturen aufgelöst. Die Form der Dinge hat eine Eigenständigkeit und ist zugleich in größere Konstellationen eingebunden. Alle bedeutenden Museen zeigen sein Werk an exponierter Stelle.

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