Jörg Immendorff:
Objekt "LIDL Lanschaft (Für alle Lieben in der Welt)" (1967) (Unikat)
Jörg Immendorff:
Objekt "LIDL Lanschaft (Für alle Lieben in der Welt)" (1967) (Unikat)

Kurzinfo

Unikat | signiert | datiert | bezeichnet | Acryl und Spanplatte | Format 9 x 75,5 x 1 (H x B x T)

Bestell-Nr. IN-918495
Objekt "LIDL Lanschaft (Für alle Lieben in der Welt)" (1967) (Unikat)
Jörg Immendorff: Objekt "LIDL Lanschaft (Für alle Lieben...

Detailbeschreibung

Objekt "LIDL Lanschaft (Für alle Lieben in der Welt)" (1967) (Unikat)

Jörg Immendorff hat ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die deutsche Gegenwartskunst maßgeblich geprägt. Zu seinen ersten künstlerischen und zugleich kunstpolitischen Schritten gehörte Ende der 1960er-Jahre die Gründung des Projekts "LIDL", gemeinsam mit der Künstlerin Chris Reinecke. Ziel war es, die Kunst zu politisieren und einer breiten Öffentlichkeit alternative künstlerische Konzepte zugänglich zu machen.

Mit dem Namen "LIDL" wählten Immendorff und Reinecke ganz in dadaistischer Tradition eine völlig sinnfreie Buchstabenkombination. Im Rahmen einer LIDL-Kunstaktion sorgte Immendorff auch erstmals für öffentliches Aufsehen: 1968 marschierte er vor dem Deutschen Bundestag in Bonn mit einem Holzklotz in Schwarz-Rot-Gold am Bein auf und ab, bis die Polizei ihn abführte. Im Zusammenhang mit dem LIDL-Projekt entstanden verschiedene Kunstwerke, auch diese höchst minimalistische Interpretation einer Landschaftsmalerei aus dem Jahr 1967.

Acryl und Spanplatte, 1967. Verso signiert, datiert und bezeichnet (Für alle Lieben in der Welt). Höhe: 9 cm. Breite: 75,5 cm. Tiefe: 1 cm.

Über Jörg Immendorff

1945-2007, deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer

Jörg Immendorff, geboren in Bleckede, zählt zu den bedeutendsten deutschen Kunstschaffenden der Gegenwart mit weltweiter Anerkennung.

In den 70er Jahren entwickelte er eine betont gegenstandsbezogene Formensprache mit symbolischen, kunsthistorischen und politischen Anspielungen. "Jedes Immendorff-Bild ist die kritische Darstellung einer kulturpolitischen Situation", schreibt Lorand Hegyi über den Künstler, dessen Bilder heute zum Bestand der bedeutendsten Museen der Welt gehören.

Durch die Freundschaft mit dem 1976 noch in der DDR lebenden Maler A.R. Penck entwickelte der Maler und Bildhauer Jörg Immendorff eine Historienmalerei, die das Thema der deutschen Teilung reflektiert und kritisch betrachtet. In diesem Jahr begann er die Serie der sechzehn großformatigen Bilder "Café Deutschland". Vorbildhaft wirkte seine hier zum Ausdruck kommende plakative und stilpluralistische Malweise.

Immendorffs politische Ambitionen traten schon während seiner Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie zu Tage. Einer seiner Lehrer war Josef Beuys, mit dem er eng zusammenarbeitete.

Die von ihm gegründete LIDL-Akademie, Lidl wurde von Immendorff als Pseudonym verwendet, vertrat politisch orientierte Kunst. Er versteht seine politisch engagierten Bilder als eine Kunst, die im Dienste des Volkes und der Werktätigen stehen. Immendorff ist der Utopist unter den Malern: "Ich bin der einzige Maler in der Kunstgeschichte, der an einer Utopie gearbeitet hat, die dann konkret wurde“ (Deutsche Wiedervereinigung).

In der Skulptur ist sein Stil von einer Expressivität geprägt, die dem der Künstlergemeinschaft "Die Brücke" vergleichbar ist. Auch hier werden den historischen und sozialen Fragen eindringlich nachgespürt.

Seine Gemälde und Plastiken werden in umfangreichen Ausstellungen bedeutender Museen dem interessierten Kunstpublikum präsentiert.

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