Lyonel Feininger:
Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)
Proportionsansicht
Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)
Lyonel Feininger:
Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)

Kurzinfo

Unikat | Mischtechnik auf Papier | gerahmt | Format 34,5 x 39 cm

Sammlertipp
Bestell-Nr. IN-883572.R1
Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)
Lyonel Feininger: Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)

Detailbeschreibung

Bild "Eisenbahnszene" (1908) (Unikat)

Die Federzeichnung "Eisenbahnszene" von 1908 lässt sich vermutlich auf die Insel Usedom verorten. Feininger war in diesem Jahr erstmals auf die Insel gereist, um dort den Sommer zu verbringen und malend und zeichnend durch die Landschaft zu streifen. In typischer Manier fertigt der deutsch-amerikanische Künstler die Zeichnung eines Bahndamms an, über den ein Zug rollt, während sich im Vordergrund eine mit Kreiden kolorierte Figur, vielleicht ein Bahnbeamter oder Postbote, zu bewegen scheint.

Feininger hat bei seinen zahlreichen Usedom-Aufenthalten immer wieder die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn zeichnerisch festgehalten und diese dann in der Ruhe des Ateliers in größere Formate übersetzt.

Tinte und Zeichenstift auf Papier, 1908. Motivgröße/Blattformat 10,5 x 16 cm. Format im Rahmen 34,5 x 39 cm wie Abbildung.

Über Lyonel Feininger

1871-1956

Lyonel Feininger ist bekannt für seine vom Kubismus und von der Kunst Robert Delaunays angeregten Straßen-, Stadt- und Schiffsdarstellungen, die sich aus prismatisch gebrochenen Formen zusammensetzen.

Der Maler und Grafiker wurde 1871 in New York als Sohn deutscher Musiker geboren. Mit 16 Jahren kam er anlässlich einer Konzertreise seiner Eltern erstmals nach Deutschland und blieb dort, um an der Hamburger Kunstgewerbeschule und später an der Königlichen Akademie in Berlin zu studieren. Nach einem Studienaufenthalt in Paris lebte und arbeitete er viele Jahre in Deutschland, wo er der Künstlergruppe "Blauer Reiter" nahestand und seit 1919 als Meister für die grafischen Werkstätten das "Bauhaus" in Weimar, Dessau und Berlin prägte.

Feininger hat, neben Schlemmer, das Ordnungsideal des Bauhauses am deutlichsten verwirklicht. Für ihn ist der Ausgangspunkt nicht die menschliche Figur, sondern die Architektur, der strenge geometrische Aufbau der Formen, den er an den Kirchen der Gotik beobachten konnte. Seine Studien der Architektur deutscher Kleinstädte begründeten seinen lichtdurchfluteten, prismenartigen Stil, der Vorbild für viele werden sollte.

Zuerst widmete sich Feininger deutschen Stadtansichten und Kirchen. In der Zeit des Nationalsozialismus galten Feiningers Werke offiziell als "entartet", was ihn 1937 veranlasste, nach New York zurückzukehren. Hier entstanden seine berühmten Impressionen der Architektur Manhattans und New Yorks.

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