Max Beckmann:
Bild "Liebespaar II" (1918)
Proportionsansicht
Bild "Liebespaar II" (1918)
Max Beckmann:
Bild "Liebespaar II" (1918)

Kurzinfo

Limitiert, 60 Exemplare | nummeriert | signiert | Radierung auf Bütten | gerahmt | Format 49,5 x 57,5 cm

Bestell-Nr. IN-920094.R1
Bild "Liebespaar II" (1918)
Max Beckmann: Bild "Liebespaar II" (1918)

Detailbeschreibung

Bild "Liebespaar II" (1918)

Die vorliegende Kaltnadelradierung "Liebespaar II" stammt aus dem von 1914 bis 1918 angefertigten Werkzyklus "Gesichter", der 1919 beim Verlag der Marées-Gesellschaft, R. Piper & Co. in München herausgegeben wurde. Max Beckmann ging damit den verschiedensten menschlichen Emotionen und der damit verbundenen Mimik auf den Grund. So stellte er in 19 Radierungen diverse Szenerien dar, zum Beispiel "Das Gähnen", die "Große Operation", die "Auferstehung", "Das Irrenhaus" oder auch ein "Selbstbildnis".

Die Erforschung des menschlichen Gesichtsausdrucks blickt in der Kunst auf eine lange Tradition zurück und wurde besonders in der Renaissance bei Leonardo da Vinci und Raffael anhand von Studien und Gemälden zum beliebten Sujet.

Ein Exemplar des Werkes "Liebespaar II" befindet sich in einer der berühmtesten Sammlung weltweit, der des Museum of Modern Art in New York. Der gesamte Zyklus "Gesichter" hat Eingang in den Bestand der Staatlichen Museen zu Berlin gefunden.

Original-Radierung, 1918. Eines von 60 Exemplaren der Auflage der Marees Gesellschaft auf Bütten, handsigniert. Blatt 5 der Mappe "Gesichter". Werkverzeichnis Hofmaier 126/II. Blattformat 29,5 x 36,5 cm. Format im Rahmen 49,5 x 57,5 cm wie Abbildung.

Über Max Beckmann

1884-1950

Im Umfeld der Avantgarde seiner Zeit wirkt der 1884 in Leipzig geborene Max Beckmann wie ein Solitär. Während die beginnende Moderne die Malerei Schritt für Schritt programmatisch bis zur völligen Gegenstandslosigkeit führte, reihte sich Beckmann in die kunsthistorische Tradition ein und bezog sich ganz bewusst auf die Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Ein immer wiederkehrendes Motiv ist die See, die er in einem späten Interview einmal als seine "alte Freundin" bezeichnete. Gestaltet er sie in seinen Anfängen als geheimnisvoll-vitalen Raum existenzieller Erfahrung, wandelt sie sich zur Zeit des Nationalsozialismus zum Motiv der Freiheit, des Aufbruchs und der Flucht.

1910 wurde Beckmann als jüngstes Vorstandsmitglied in die Berliner Secession gewählt, später wurde seine Kunst von den Nationalsozialisten als "entartet" deklariert. Heute gilt Beckmann als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Seine Werke sind in vielen großen Museen der Moderne vertreten und erzielen auf Auktionen Höchstpreise

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