Max Pechstein:
Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)
Neu
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Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)
Max Pechstein:
Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)
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Kurzinfo

Unikat | signiert | Mischtechnik auf Bütten | gerahmt | Format 81 x 69,5 cm

inkl. MwSt. zzgl. Porto

Bestell-Nr. IN-927489.R1

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Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)
Max Pechstein: Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)

Detailbeschreibung

Bild "Blumenstillleben" (1949) (Unikat)

Die vorliegende Bleistiftzeichnung zeigt Pechsteins exzellentes Gefühl für Komposition. Auffällig ist die interessante Blickführung über Äste und einen Blütenzweig hinweg; in den mühelos formulierten Blüten erweist sich die Reife des erfahrenen Künstlers. Das Hell-Dunkel des Geästs scheint eine Reminiszenz an die Holzschnitttechnik zu sein; in den kraftvoll schwarz akzentuierten Ästen manifestiert sich die für Pechstein typische Farbgebung.
Die hellen, pastelligen Töne des Hintergrundes fangen diese Wucht jedoch ab und deuten - kontrastierend mit den dunklen Zweigen - eine farbliche, wenn nicht gar inhaltliche Tiefe dieses Blumenstilllebens an. Den flächig wirkenden Bildmittelpunkt ergänzt der mit lässiger Hand räumlich skizzierte Untersetzer wie nebenbei um eine weitere Dimension. Somit lebt das Motiv von den Kontrasten unterschiedlicher Bildmittel, die zwar zurückhaltend eingesetzt sind, sich dem geschulten Blick jedoch keinesfalls entziehen.

Aquarell über Bleistift auf Bütten, 1949. Signiert und datiert. Unten links gewidmet: Seinem lieben Hans Blockstein Februar 1952. Motivgröße/Blattformat 56 x 45 cm. Format im Rahmen 81 x 69,5 cm wie Abbildung.

Porträt des Künstlers Max Pechstein

Über Max Pechstein

1881-1955

Max Pechstein gilt heute wie damals als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Er stieß im Frühling 1906 zu der im Vorjahr von Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Bleyl gegründeten Künstlergruppe "Die Brücke". Im Bereich der Grafik entstand neben der Malerei ein Werk mit über 850 Holzschnitten, Lithografien und Radierungen.

Was für Paul Gauguin Tahiti, das war für Max Pechstein die Ostseeküste: Ein Paradies, in dem er zur Ruhe, vor allem aber zu großer Inspiration fand. Seit 1909 reiste er mehrmals nach Nidden an der Kurischen Nehrung, wo mehr als ein Vierteljahrhundert zuvor schon Lovis Corinth als junger Kunststudent gearbeitet hatte. Als die Versailler Verträge die Kurische Nehrung jedoch 1920 unter alliierte Verwaltung stellten, war der Weg dorthin versperrt. Pechstein musste sich eigenen Worten zufolge "erneut auf die Suche nach einem Fleck Erde begeben, der nicht von Malern, Touristen und Badegästen überlaufen war". Er fand ihn in Leba, wo er von nun an in großer Regelmäßigkeit seine Sommer verbrachte.

"Über zwanzig Jahre lang fuhr Max Pechstein jeden Sommer an die Ostseeküste, erst an die Kurische Nehrung, dann nach Pommern, was ihn natürlich eng mit unserem Haus verbindet. Als er sich hier 1921 - noch mit seiner ersten Frau - einmietete, ahnte er nicht, wie verbunden er sich dem kleinen Hafenstädtchen Leba bald fühlen sollte, denn er verliebte sich in Marta Möller, die Tochter seines Gastwirtes. Die Pfeife im Mundwinkel, braun gebrannt und den Anker tätowiert, begleiteten den passionierten Angler Pechstein die ursprüngliche Natur mit ihren Strandseen und die Fischkutter im Hafen bis an sein Lebensende, selbst dann, als er und seine Frau nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr nach Pommern fahren konnten." (Dr. Birte Frenssen, Stellvertretende Direktorin am Pommerschen Landesmuseum Greifswald)

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