Otto Dix:
Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)
Proportionsansicht
Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)
Otto Dix:
Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)

Kurzinfo

Unikat | monogrammiert | signiert | Öl auf Holz | gerahmt | Format 54,5 x 78,5 cm

Sammlertipp
Bestell-Nr. IN-908229.R1
Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)
Otto Dix: Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)

Detailbeschreibung

Bild "Zwei Trüschen" (1948) (Unikat)

1933 wurde Otto Dix durch die Nationalsozialisten gezwungen, seine Professur an der Kunstakademie Dresden niederzulegen. 1936 zog sich der Künstler nach Hemmenhofen am Bodensee zurück, wo er sich verstärkt der Landschaftsmalerei zuwandte.

Dort entstand im Jahr 1948 das Gemälde mit dem Titel "Zwei Trüschen". Otto Dix scheint hier die Aufmerksamkeit des Betrachters testen zu wollen, handelt es sich schließlich bei der Darstellung um drei und nicht zwei Fische.

Öl auf Holzplatte, 1948. Monogrammiert. Format 41 x 66 cm. Format im Rahmen 54,5 x 78,5 cm wie Abbildung.

Über Otto Dix

1891-1969

Otto Dix, 1891 in Gera geboren, studierte an der Kunstgewerbeschule in Dresden und diente als Freiwilliger im 1. Weltkrieg. Während dieser Zeit entstanden Gouachen und Zeichnungen, die das Kriegsgeschehen thematisierten. Mit der Rückkehr aus dem Krieg studierte er ein weiteres Mal.

Nach künstlerischen Ausflügen in den Expressionismus, Futurismus und Dadaismus fand Dix seinen eigenen Stil in einem überzogenen Realismus, mit dem er der Gesellschaft den Spiegel vorhielt. Als einer der Hauptprotagonisten der Neuen Sachlichkeit wurde Dix zu einem der bekanntesten deutschen Künstler und einem der Chronisten seiner Zeit. Weltberühmt ist ein "Großstadt-Triptychon" (1927/28), mit dem Dix einen Klassiker der Neuen Sachlichkeit schuf.

1933 verlor Dix, aufgrund der Diffamierung durch die Nationalsozialisten, seine Professur an der Kunstakademie in Dresden, woraufhin es ihn in den Süden Deutschlands zog, wo überwiegend Landschaftsdarstellungen entstanden.

In seinem späten Werk nach 1945 kehrt Dix zurück zur expressionistischen Ausdrucksweise seiner Anfangsjahre und wendet sich von der Lasurmalerei hin zur Alla-Prima-Malerei und den Lithografien.

In seinem grafischen Spätwerk lassen sich Tierbildnisse mit experimenteller Linienführung und Farbgebung finden, die eine Reihe von technisch unterschiedlichen, expressiven Werken mit demselben Motiv zeigen - Katze und Hahn. Ab 1949 beginnt er den Hahn als eines seiner Sujets zu entdecken, welches in den Folgejahren immer wieder in seinen Werken auftaucht, wie in den Bleistiftzeichnungen auf Aquarellbütten "Bodensee, Landschaft mit Hahn" von 1954 und "Hahn vor Sonnenaufgang" von 1950-1955 sowie "Petrus und der Hahn", eine Farblithografie von 1958.

Sein ambivalenter wie engagierter Realismus hat bis heute nicht an Brisanz verloren. "Ich bin bemüht, in meinen Bildern zur Sinngebung unserer Zeit zu gelangen, denn ich glaube, ein Bild muss vor allem einen Inhalt, ein Thema ansprechen. Malen ist ein Versuch, Ordnung zu schaffen, Kunst ist für mich Bannung."

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