Bild "Verfrühter Herbst" (1961) (Unikat) Neu
Bild "Verfrühter Herbst" (1961) (Unikat) Neu
Kurzinfo
Unikat | beschriftet | Aquarell auf Büttenpapier | gerahmt | Format 35 x 30 cm
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Detailbeschreibung
Bild "Verfrühter Herbst" (1961) (Unikat)
Als Literat prägte Hermann Hesse ganze Generationen, doch auch seinen Aquarellen liegt ein besonderer Zauber inne. Sie eröffnen eine eigene künstlerische Welt, in der Landschaft, Stimmung und persönliche Empfindung unmittelbar miteinander verbunden sind.
Dafür steht exemplarisch das zarte Aquarell mit der einsamen Tanne: ein kleines, stimmungsvolles Werk, dessen Wirkung gerade aus seiner Reduktion entsteht. Die Tanne befindet sich am Ufer eines Sees, hinter dem sich die Hügel in den Horizont verflüchtigen. Nichts lenkt von diesem Baum und der stillen Landschaft ab. Gelbe und braune Töne verweisen auf den schmerzlichen Abschied vom Sommer und damit indirekt auch auf die eigene Vergänglichkeit.
Das Aquarell gehört zu Hesses handgeschriebenen Gedichtblättern rund um das Gedicht „Verfrühter Herbst“, die er mit Aquarellen und Tuschzeichnungen illustrierte. Er verschenkte oder verkaufte sie und unterstützte damit die Kriegsgefangenenfürsorge und andere Organisationen.
Aquarell und Zeichnung sowie handgeschriebenes Gedicht auf Büttenpapier, 1961. Blatt aus einer Mappe mit 12 Gedichten "Geschrieben und gemalt im Spätherbst 1961". Motivgröße/Blattformat 14,8 x 10,5 cm. Format im Rahmen 35 x 30 cm wie Abbildung.
Hersteller: ARTES Kunsthandelsgesellschaft mbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, E-Mail: [email protected]
Über Hermann Hesse
Hermann Hesse (1877-1962) ist weltweit vor allem als Schriftsteller bekannt, insbesondere für Werke wie "Siddhartha" oder "Der Steppenwolf". Weniger bekannt ist, dass Hesse auch ein leidenschaftlicher Maler, Zeichner und Grafiker war. Schon in seiner Jugend zeigte er ein ausgeprägtes Interesse an der bildenden Kunst: Er fertigte Zeichnungen, Aquarelle und Skizzen an, die häufig Landschaften, Pflanzen, Tiere und phantastische Szenen zum Motiv hatten.
Hesses Malstil ist von einer Mischung aus europäischen Traditionen und fernöstlicher Ästhetik geprägt - von der Klarheit japanischer Tuschezeichnungen bis zur sensiblen Beobachtung der Natur, wie sie in romantischen Landschaftsbildern zu finden ist. Viele seiner Werke wirken meditativ und laden den Betrachter ein, innezuhalten, sich auf Details zu konzentrieren und in die Ruhe seiner Bilder einzutauchen.
Seine Kunst war für Hermann Hesse eine Art innerer Rückzugsraum. Viele seiner Werke entstanden in den Jahren, in denen er in Montagnola im Tessin lebte. Dort fesselte ihn die Landschaft so sehr, dass er immer wieder die Hügel, das Licht über den Seen und die Blätter der Bäume malte. Oft griff er zu Aquarell, Tinte oder Bleistift, wodurch seine Bilder einen leichten, fließenden Charakter erhielten, fast wie visuelle Gedichte.
Obwohl seine Malerei lange im Schatten seiner literarischen Werke stand, gilt sie heute als wichtiger Ausdruck seiner Persönlichkeit. Sie zeigt, dass Hesse nicht nur mit Worten, sondern auch mit Farben und Linien die Welt erkundete – immer auf der Suche nach Harmonie, Schönheit und innerer Klarheit. Seine Kunst ergänzt seine Literatur perfekt: Beide spiegeln den gleichen sensiblen, reflektierten Geist wider, der nach tiefer Bedeutung in der Welt sucht.
Malerei mit lasierenden Wasserfarben, die sich durch ihre Transparenz auszeichnen und tieferliegende Schichten sowie Malgrund durchschimmern lassen.
Oftmals wird der Grund ausgelassen. Dies trägt wesentlich zur Wirkung des Werkes bei. Die Aquarellmalerei erfordert einen gekonnten Umgang mit der Farbe, da diese schnell trocknet und Korrekturen kaum möglich sind.
Ein Unikat oder ein Original ist ein Kunstwerk, das vom Künstler persönlich geschaffen wurde. Es existiert nur einmal aufgrund der Art der Herstellung (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, Skulptur aus verlorener Form etc.).
Neben den klassischen Unikaten existieren auch die sogenannten "seriellen Unikate". Sie werden je Serie mit gleichem Motiv und in gleicher Farbe und Technik von der Hand des Künstlers ausgeführt. Die seriellen Unikate haben ihre Wurzeln in der "seriellen Kunst“, einer Gattung der modernen Kunst, die durch Reihen, Wiederholungen und Variationen desselben Gegenstandes, Themas bzw. durch ein System von konstanten und variablen Elementen oder Prinzipien eine ästhetische Wirkung erzeugen will.
Als historischer Ausgangspunkt gilt das Werk "Les Meules“ von Claude Monet (1890/1891), in denen zum ersten Mal eine über die bloße Werkgruppe herausgehende Serie geschaffen wurde. Künstler, die serielle Kunst geschaffen haben, sind u. a. Claude Monet, Piet Mondrian und vor allem Gerhard Richter.