Bild "Am Ufer" (1920)
Bild "Am Ufer" (1920)
Kurzinfo
Limitiert, 100 Exemplare | signiert | Radierung auf Büttenpapier | gerahmt | Format 47 x 51,5 cm
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Detailbeschreibung
Bild "Am Ufer" (1920)
In seiner Radierung aus dem Jahr 1920 fängt Max Pechstein einen Moment ein, der von Ruhe und Bewegung zugleich geprägt ist. Die Szene zeigt eine Menschengruppe am Fluss, dessen Ufer von Bäumen und Sträuchern gesäumt wird. Die Linienführung ist markant und zugleich fluid, wodurch eine fast rhythmische Bewegung im Bild entsteht. Pechstein verzichtet auf eine detaillierte Darstellung der Landschaft und konzentriert sich auf die Struktur der Formen.
Die Bäume, das Wasser und der Boden werden durch kräftige, expressive Striche und Schraffuren gezeichnet, die den organischen Fluss der Natur widerspiegeln. Die Komposition lebt von der Dynamik zwischen den dunklen Schatten und den helleren Flächen, die das Licht auf das Wasser und die Ufervegetation werfen. Der Fluss - als zentrales Element - wirkt fast wie ein Symbol für den stetigen Fluss der Zeit und das Leben selbst
Kaltnadel-, Riffelfeile- und Pinselätzungradierung, 1920. Auflage: 100 Exemplare auf Büttenpapier mit dem Blindstempel "Die Schaffenden", signiert. Werkverzeichnis Krüger R116, FR 108. Erschienen in "Die Schaffenden", 3. Jahrgang, 1. Mappe, Blatt 40. Motivgröße 20,5 x 26,5 cm. Blattformat 31 x 41 cm. Format im Rahmen 47 x 51,5 cm wie Abbildung.
Hersteller: ARTES Kunsthandelsgesellschaft mbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, E-Mail: [email protected]
Über Max Pechstein
1881-1955
Max Pechstein gilt heute wie damals als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Er stieß im Frühling 1906 zu der im Vorjahr von Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Bleyl gegründeten Künstlergruppe "Die Brücke". Im Bereich der Grafik entstand neben der Malerei ein Werk mit über 850 Holzschnitten, Lithografien und Radierungen.
Was für Paul Gauguin Tahiti, das war für Max Pechstein die Ostseeküste: Ein Paradies, in dem er zur Ruhe, vor allem aber zu großer Inspiration fand. Seit 1909 reiste er mehrmals nach Nidden an der Kurischen Nehrung, wo mehr als ein Vierteljahrhundert zuvor schon Lovis Corinth als junger Kunststudent gearbeitet hatte. Als die Versailler Verträge die Kurische Nehrung jedoch 1920 unter alliierte Verwaltung stellten, war der Weg dorthin versperrt. Pechstein musste sich eigenen Worten zufolge "erneut auf die Suche nach einem Fleck Erde begeben, der nicht von Malern, Touristen und Badegästen überlaufen war". Er fand ihn in Leba, wo er von nun an in großer Regelmäßigkeit seine Sommer verbrachte.
"Über zwanzig Jahre lang fuhr Max Pechstein jeden Sommer an die Ostseeküste, erst an die Kurische Nehrung, dann nach Pommern, was ihn natürlich eng mit unserem Haus verbindet. Als er sich hier 1921 - noch mit seiner ersten Frau - einmietete, ahnte er nicht, wie verbunden er sich dem kleinen Hafenstädtchen Leba bald fühlen sollte, denn er verliebte sich in Marta Möller, die Tochter seines Gastwirtes. Die Pfeife im Mundwinkel, braun gebrannt und den Anker tätowiert, begleiteten den passionierten Angler Pechstein die ursprüngliche Natur mit ihren Strandseen und die Fischkutter im Hafen bis an sein Lebensende, selbst dann, als er und seine Frau nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr nach Pommern fahren konnten." (Dr. Birte Frenssen, Stellvertretende Direktorin am Pommerschen Landesmuseum Greifswald)
Bereich der Grafik, der die künstlerischen Darstellungen umfasst, die durch verschiedene Drucktechniken vervielfältigt werden.
Druckgrafische Techniken sind u.a. Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, Lithografie, Serigrafie.